Freitag, 30. November 2012

Nadelgebundene Socken – eine Anleitung von der Wade zu den Zehen …

Ich versuche einmal euch zu erklären, wie ich am liebsten alltagstaugliche nadelgebundene Socken herstelle. Ich habe viele verschiedene Ideen ausprobiert bis ich meine Idealform zusammenhatte.


Für die verschiedenen Sticharten empfehle ich euch folgende Links

Also hier nun die Schritt für Schritt Anleitung

  1. Eine Luftmaschenkette aufnehmen, die am Beginn der Wade locker herumpasst; d.h. lieber ein paar Maschen mehr und einen Finger als Abstandhalter zwischenstecken beim Abmessen.
    Bitte beachtet, das ihr eine Gesamtmaschenzahl benötigt, die sich durch 3 teilen lässt
  2. dann mindestens 2 Reihen nadeln und wieder testen, ob der Umfang passt. Wenn es doch nicht passt, heißt es alles wieder neu von vorn beginnen. Ob man jetzt alles aufmacht oder einfach komplett neu beginnt ist jedem selbst überlassen.
  3. Wenn das alles passt, den 2. Socken mit der gleichen Maschenzahl anfangen und bis zum gleichen Stand, wie die erste Socke nadeln.
  4. ab jetzt kommen Mini-Sicherheitsnadeln in größerer Zahl zum Einsatz. Denn jetzt werden Maschen gezählt. Jede Runde einmal in 3 gleiche Teile teilen und jedes Mal die Teilstücke mit Sicherheitsnadeln als Maschenmarker aufteilen. Ihr benötigt 1/3 über dem Span und die restlichen 2/3 werden benötigt, um hinten um die Ferse rumzukommen.
    Also nadeln wir den Spanabschnitt mit Verbindungsstich und den Abschnitt um die Ferse wird aus Luftmaschen gebildet und dann an der Markierung zu Beginn des Spannabschnittes per Verbindungsstich wieder angenadelt.
  5. jetzt wird erst einmal gemessen wieviel Zentimeter von der Spannrunde zum ersten Zeheneinschnitt man benötigt und diese Strecke durch 2 geteilt.
  6. jetzt vom Spann nadelnd die Hälfte der ermittelte Gesamtstrecke zurücklegen.
    Achtung! bitte dies bei beiden Socken gleichzeitig machen!
  7. jetzt wird's spannend denn meistens ist der Umfang den man für den Spann benötigt größer als der Umfang des Zehenansatzes. Daher wird jetzt das Drittel das über den Spann läuft noch einmal zum Abnehmen nach dem altbekannten System vorbereitet. Sicherheitsnadeln markieren die Abschnitte.
    hier ein Beispiel aus der Praxis:
    Der Spannabschnitt hat 27 Maschen und durch probieren habe ich festgestellt, das 12 Maschen zuviel sind. Daher bekommt Masche Nr. 13 (die Mitte des Abschnittes) eine Markierung und ich gehe von dieser 6 Maschen zurück und 6 Maschen von der Mittelmasche vorwärts und markiere mit Sicherheitsnadeln.
  8. Beim Abnehmen fange ich an den beiden Sicherheitsnadeln an die den Beginn der 6er Maschengruppe zur Mitte hin markieren und nehme zur Mittelmarkierung hin jeweils “aus 2 mache 1 Masche” von außen nach innen ab.
  9. Wenn der Zehenabschnitt dann erreicht ist, dann wird rechts und links am Übergang von Sohle zum Oberfuß mit Sicherheitsnadeln eine Markierung gesetzt, wo dann begonnen wird abzunehmen.
    Die Abnahme zum Schließen der Zehenspitze ist dann eine sehr individuelle Sache.
    Hier zwei Beispiele:
    a) Am großen Zeh wird nach aus “2 wird 1” abgenommen und am kleinen Zeh aus “3 wird 1”
    b) an beiden Seiten wird nach aus “2 mach 1” abgenommen und dann die Spitze als Rosette rückwärts geschlossen.
  10. Die Ferse wird an der Aufteilung des Spanns angesetzt und erst einmal eine komplette Runde genadelt. Zum Neuansetzen des Fadens schaut euch die Videoerläuterungen zu den Verbindungsstich F1 und F2 von Sanna-Mari an.
    Am Übergang zur nächsten Runde beginnt man dann in beiden Ecken mit dem Abnehmen. Die Hälfte der Abnahmestrecke an der Ferse wird konsequent nach dem System aus 2 mach 1 oder aus 3 mach 1, je nach Stichart, abgenommen und dann wieder mit der “Rosette rückwärts” verschlossen.
    Bitte zwischendurch das Anpassen und gleichzeitige parallele Arbeiten an beiden Socken nicht vergessen!
  11. Wer nicht für sich selbst Socken nadelt, dem sei folgendes empfohlen:
    Fußabformung mit Plastiktüte und Paketklebeband
    Dem Empfänger der Socken eine Plastiktüte über den nackten Fuß ziehen und fest vom Zeh beginnend mit soviel Klebeband umwickeln das eine stabile Form entsteht. die Form dann an der Achillessehne entlang vorsichtig aufschneiden und beschriften nicht vergessen. Dann mit Füllmaterial wie eine weitere Plastiktüte ausstopfen.
    So kann man in Ruhe arbeiten und anpassen ohne das das Fußmodel live anwesend sein muss.

 

Viel Spaß beim Nacharbeiten und gutes Gelingen.

Montag, 12. November 2012

Weihnachten droht mal wieder …

…. und ich häng an der Wollnadel Cooles Smiley ….

In den letzten Wochen sind diverse Naalbinding-Projekte durch meine Finger gegangen und es entstanden bzw. sind noch am Entstehen kleine Werkelei die dann zu Weihnachten unter den Baum kommen sollen Zwinkerndes Smiley

Bereits verschenkt habe ich ein Paar Stulpen aus braun-beiger Wolle mit Polyanteil im Oslo-Stich und bei meinen ersten Fingerhandschuhen mit dem Coptic Stich bin ich noch bei die letzten Finger anzusetzen.

Doch es ist ja immer so …. 1. kommt es anders und 2. als man denkt …
Letzte Woche kam Alvara beim monatlichen Handarbeitstreffen endlich mit der Sockenwolle an, die ich schon so lange bei ihr bestellt hatte. Aber auch hier wirft der Weihnachts-Werkel-Wahn seine Schatten voraus.
Also hieß es den richtige Stich für die Wolle zu finden, da sie dünner ist als die, die ich gewöhnlich nutze. Aber dann stieß ich in den YOUTUBE-Videos von Samato 09 auf den Korgen Stich und war so fasziniert, das ich einen ganzen Tag investierte um ihn zu lernen Verlegenes Smiley und es hat sich, soweit ich es bis jetzt einschätzen kann, gelohnt… der Stich ergibt ein süßes Fischgrätmuster auf den Socken .

So und jetzt geh ich wieder an meine Wolle… denn wir haben ja nur noch 6 Wochen bis Weihnachten ….

Sonntag, 21. Oktober 2012

Für eine Darstellung mit dem Recherchieren beginnen oder ……

…wie das Ideensammeln für eine Reenactmentrecherche nicht zu trocken wird,
oder auch wie hole ich mir Anregungen um einen roten Faden, ein Gefühl für die Recherchen zu finden.

Da auf einem gestrigen Treffen von einigen Reenactors für einen Neueinsteiger dieses Thema aufkam, dachte ich mir, ich erzähle einmal davon, woher ich meine Anregungen für die “Recherche-Vita” meiner Ratzeburger Slawin des 9. Jahrhunderts mir geholt habe.
Eigentlich für jemanden wie mich, der auch Wert auf eine möglichst korrekte Umsetzung seiner Recherchen legt, ein vielleicht ungewöhnliche Methode sich seiner Darstellungsidee zu nähern, aber für mich war es die effektivste.

Also… lange Rede kurzer Sinn Zwinkerndes Smiley , um eine Inspiration zu finden, wie ich mein “Alter Ego” ein bisschen drumrum ausfüllen kann, habe ich gut recherchierte historische Romane, die meine Darstellungszeit und Region beinhalten, angefangen zu lesen.

Daher hier als Tipp meine Roman-Bücherliste zum
Thema Frühmittelalter und dem Slawen-Sachsen-Konflikt:

  • Die letzte Priesterin” von Renata Petry – ISBN 3-453-12452-9
    Der Plot des Buches spielt regional in den heutigen Landkreisen Ratzeburg, Ostholstein und Nordwestmecklenburg und zeitlich geht es um die Zeit der beginnenden Christianisierung der Region östlich des Limes Saxoniae und den daraus resultierenden Auseinandersetzung zwischen den Sachsen und Slawen. Protagonistin ist hier eine Slawin aus Ratzeburg.
  • Die Priestertochter” von Titus Müller - ISBN 978-3-7466-2457-0
    Basis der Geschichte ist die Tochter eines slawischen Hohepriesters aus dem alten Rethra während der Wirren der beginnenden Christianisierung und ihre Erlebnisse auf einer Reise. Es geht viel um Politik und Religionsansichten. Sehr gut geschriebener und recherchierter Roman; und in meinen Augen ein Buch aus der Feder von Titus Müller was oft viel zu wenig Beachtung erfährt.
  • Die Chronik eines Mönches” von Sven R. Kantelhardt  - ISBN 978-3-941404-98-4
    Dies Buch ist aus der Sichtweise eines christlichen Mönches geschrieben und führt in die Region zwischen Ratzeburg und dem Schaalsee. Der Basisplot beschreibt die Rettung des Mentors des Mönches aus einer slawischen Burg. Ich fand es wichtig, auch die sächsisch-christliche Seite beleuchtet zu wissen, um die verschiedenen Sichtweisen zu verstehen. Man merkt, das der Autor gelernter Arzt (Neurochirurg u.a. in Lübeck) ist und vieles auch aus dem medizinischen Blickwinkel einfließen lässt.

Noch anzumerken ist, das alle 3 Autoren sehr gut und gründlich recherchiert haben und man als Reenactor die Freiheit des Schriftstellers berücksichtigen muss und nicht 1:1 vieles übernehmen kann. Aber als Ideenlieferanten für weitere sind die oben genannten Bücher sehr gut geeignet.

Freitag, 12. Oktober 2012

Stettin [7] – Nachtrag nach einem Bibliotheksbesuch in Travemünde

Nachdem ich vor ein paar Tagen die Vereinsbibliothek des Pommerschen Greif in Travemünde aufgesucht habe, könnte ich mich ein bisschen ärgern. Denn nach der dort vorhandenen Literatur sind einige Dokumente, vor allem Grundbucheinträge meiner Pommerschen Vorfahren voraussichtlich noch in Stettin erhalten, und ich habe die Gelegenheit zum Nachforschen auf der Reise nicht wirklich genutzt aber warum sich über ungelegte Eier aufregen, dann gibt es halt andere Möglichkeiten an die Dokument-Kopien zu kommen.

Vielleicht kann ich ja in knapp einem Jahr ein paar Sachen so hinbiegen, das ich mehrere Stationen auf eine Tour legen kann… Nachdenkliches Smiley

Der Herbst ist da und meine Ahnen wollen neu sortiert werden

hallo liebe Leser,

bevor ich anfange zu erzählen eine kurze Anmerkung; ich hoffe das ich meinen Blogger-Stilelemente beibehalten kann, da ich ganz neu versuche mit einem externen Bloggerprogramm zu schreiben Zwinkerndes Smiley.

Aber nun zu dem was ich erzählen wollte.
Seit letztem Winter bastle ich an einem meiner Familienzweige rum und versuche den sinnvoll zusammenzusetzen. Ansätze waren mir mit Hilfe von netten Mitforschern bereits im Frühjahr 2012 gelungen, aber dann kam der Sommer und ich habe mich um meine Mittelalterdarstellung gekümmert. Die Notizen blieben liegen und schlummerten den Sommer über vor sich hin. Es kamen im Sommer auch noch ungeplant und per Zufall Information zu Nachfahren also um x-ecken Verwandtschaft, dazu.

Also hieß es jetzt im Oktober, Ahnenprogramm reaktivieren und eingeben bis die Fingerspitzen streiken und der Kopf raucht.
Bedanken möchte ich mich auch noch einmal öffentlich bei meinen Vereinskollegen vom Pommerschen Greif , die mir über unsere Mailingliste nach meinem Hilferuf Tipps und Links zumailten, sodass das Projekt partitionierten Familienzweig vermutlich gelungen ist. Denn das Problem bestand darin, das ein Geburtsort nicht auffindbar war.
Aufgelöst hat sich das folgendermaßen. Einerseits ein Lesefehler meinerseits:
Ich habe in Sütterlin das ee als u gelesen und dann war die Gemeinde zu heutiger Zeit ein Ortsteil einer Samtgemeinde geworden, die jetzt einen Doppelnamen führte.
Aber nun passt es und die Entfernung ist in der Zeit meiner Altvorderen binnen eines guten Tagesmarsches auch überwindbar gewesen und damit stimmig.

Die 2. Überraschung kam aus dem ganz hohen Norden, aus Dänemark; ein Mitglied der Vereinsmailingliste wies mich auf eine Namensgleichheit und ähnliche Geburtsorte in historischen dänischen Volkszählungslisten hin. Ich bin gespannt was dabei herauskommt.


Denn bereits jetzt umfasst mein geografisches Suchgebiet schon folgende Ausdehnung:

  • Am weitesten im Westen: Koblenz
  • Am weitesten im Osten: eine Linie zwischen Westpreußen (Danzig) und Posen
  • Am weitesten im Süden: Den Großraum Erlangen (Bayern)
  • Am weitesten im Norden: Schleswig-Holstein

Sollte von meinen Nordlichter-Ahnen einer eine Familien-Verbindung nach Dänemark haben, vergrößert sich mein ohnehin schon großes Suchgebiet erneut Verwirrtes Smiley

Montag, 24. September 2012

Stettin[6] - ein vorläufiges Fazit

Zuerst einmal möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei unseren beiden Begleiterinnen und Übersetzerinnen herzlich für die Hilfe und Unterstützung zu bedanken :-)).

Und unserer ORGA kann ich mitteilen, es war sehr viel Programm, sehr interessant und lehrreich. 

Mir hat es ein bißchen die Manschetten vor einer neuen Stadt und auch vor den Arbeitsweisen der Archive genommen und ich denke das ist ein wichtiger Effekt derartiger Touren. Außerdem fand ich es toll einmal mit Leuten sich länger austauschen zu können die ahnliche Interessen haben :-)

Sonntag, 23. September 2012

Stettin [5] - Heute geht's wieder nach hause

So heute letzter Tag und letzte Gelegenheit noch ein bißchen Stettin zu entdecken, denn heute nachmittag gehts wieder auf die Autobahn Richtung Lübeck.

Nach dem Frühstück und Koffer fertig packen, wurde in einer Zusammenkunft gemeinschaftlich Bilanz gezogen, wie allen die Reise gefallen hat. Das Urteil, soweit ich das mitbekommen habe, war durchweg positiv.

Danach ging es für die, die wollten zu einem deutschsprachigen Gottesdienst. Ich bin nicht mit reingegangen sondern habe die Zeit auf einer Bank draußen genutzt, noch einmal Luft zu holen.

Danach ging es noch zu einer Hafenrundfahrt durch den Stettiner Hafen.

Ein paar Fotos von der Wasserseite auf die Innenstadt waren dann doch noch fällig ;-)

  

  

Nach dieser 1stündigen Tour, von der ich finde, das man sie nicht unbedingt machen muß, jedoch ist die Kombination von Hafengelände und Natur(schutzgebieten) schon etwas besonderes. Aber vielleicht war ich auch sschon von den Tagen vorher zu kaputt um für die Schiffstour noch aufnahmefähig zu sein ;-)...

Danach ging es zurück ins Hotel die unser Gepäck bis zur Abreise in einem Raum weggeschlossen hatten und unser Bus stand kurze Zeit später vor der Tür um uns wieder nach Travemünde zu fahren.

Auf dem Rückweg habe ich sobald mein Handy wieder deutsches Netz hatte bereits im Bus angefangen den Reisebericht fertigzuschreiben und hochzuladen und bitte daher die Schreibfehlerteufel zu entschuldigen ;-) ^^

Wir waren gegen 19:00h wieder in Travemünde und alle haben sich dann auf ihre Wege gemacht.... 

Samstag, 22. September 2012

Stettin [4] - vormittags abseilen und nachmittags wieder volles Programm

heute morgen habe ich mich nach dem Frühstück aus dem Programm "abgeseilt" und bin noch einmal ins Stadtmuseum während der Rest der Gruppe sich zu einer Führung auf dem Stettiner Zentralfriedhof getroffen hatte.

Ich war kurz vor Öffnung am Museum und wurde dann um 10:00 h eingelassen und hatte quasi die gesamte Mittelalterabteilung für mich ;-) .
Die Mitarbeiter des Museums waren sehr nett zu mir, da eine unserer Übersetzerinnen am Vortag bereits den Grund meines heutigen Besuches erklärt hatte. Ich bekam, als ich auf dem Fußboden liegend die unteren Teile der Vitrinen en detail begann zu fotografieren ein kleines Sitzkissen, da das Museum im Erdgeschoß über einen Steinfußboden verfügt. Die Aufteilung der Zeitabschnitte des Museums kann man sich wie folgt merken: 

  • Erdgeschoß = Beginn der Besiedlung und Mittelalter
  • mittlere Etage = Beginnende Neuzeit, 30jähriger Krieg bis ins 19/20. Jahrhundert
  • eine spezielle Präsentation über das 20.Jahrhundert mit einem beispielhaften Vergleich wie Lebensläufe eines Deutschen und eines Polen ab ca 1930er Jahre hätten aussehen können.

Zurück zur Mittelalterabteilung...
hier habe ich mir speziell die ersten Vitrinen mit Funden vorgenommen, die sich mit der Zeit 9.-13. Jahrhundert befassen.

Die Rechercheergebnisse erscheinen mir auf den ersten Blick positiv, eine spätere genauere Auswertung wird eine endgültiges Urteil ergeben. 
An interessantesten waren für mich die Funde von Textilien und Handarbeitsgeräten, da ich dabei bin, mich in meiner Darstellung weiter auf dieses Fachgebiet zu spezialisieren.  

Als Treffpunkt war zum Mittag der Hauptbahnhof von Stettin vereinbart worden.

Hier ging es dann in die unterirdischen Bunkeranlage des Bahnhof, die in dem von uns besichtigten Teil aus dem 2. Weltkrieg stammt. 
Für mich eine Gelegenheit ein Gefühl dafür zu bekommen was meine Vorfahren während dieser Zeit in Hamburg erlebt haben müssen. Es war sehr eindrucksvoll.

Nach einem Zwischenstop im Hotel ging es später am Nachmittag zur Kultur-Gesellschaft der deutsch-polnischen Minderheit, wo es 2 weitere Vorträge gab ...

Einmal über die Entwicklung des Luftverkehrs in der 1.Hälfte des 20.Jahrhunderts in Bezug auf die insgesamt 4 Standorte in Stettin als Drehkreuz für Flugzeuge, die auf land- oder wassergestützte Landebahnen angewiesen waren, da früher bei Flügen über Wasser Flugzeuge mit Schwimmkufen bevorzugt wurden.

Der 2.Vortrag war einer, der ein sehr interessantes und vielleicht auch kontroverses Thema beinhaltete. Er wurde von einer jungen polnischen Doktorandin gehalten die in Posen, Augsburg und München Geschichte studiert hat.  

Es ging um die wissenschaftliche Herangehensweise an das Thema "Vertreibung aus polnischer Sicht". Die Doktorandin berichtete bei ihrer persönlichen Vorstellung darüber das ihre Großeltern aus Lemberg stammten und nach dem 2. Weltkrieg von dort weg mußten und sich dann in Stettin ansiedelten; genauso wie auch viele Deutsche zur damaligen Zeit aus dem Stettiner Raum in den Westen gehen mußten. Sie erklärte auch, das das Schicksal vieler Deutscher aus Pommern erst in den 1990er Jahren in Polen nicht mehr totgeschwiegen wurde und man langsam auf polnischer Seite versucht sich damit zu beschäftigen. Der Vortrag selbst handelte dann von der wissenschaftlichen Definition von Vertreibung wie es in den verschiedenen Ebenen von der persönlichen oder wissenschaftlichen bis zur politischen Ebene definier- und interpretierbar ist.

Anschießend war Gelegenheit für ein bißchen Freizeit.... im Angebot waren ein Konzert mit Musik aus dem Barock im Stadtmuseum oder einfach einmal Luft holen und in Ruhe essen gehen. Ich war mit einigen anderen in der Altstadt essen und habe noch einmal mir Piroggen bestellt. Hier habe ich gemerkt wie unterschiedlich diese schmecken können. Denn hier waren sich nicht noch einmal in der Pfanne angeröstet wie im Alt-Stettin was ich geschmacklich leckerer fand

Später am Abend haben wir uns (fast) alle noch im Café22 oberhalb des Hotels Radison für einen Blick über das nächtliche Stettin getroffen. Empfehlenswert ist, damit man den Blick bei Nacht genießen kann, vorher einmal bei Tag dort oben gewesen zu sein. Von der Atmosphäre erinnert das Café mich ein bißchen an das Restaurant im Hamburger Fernsehturm das früher einen Blick über Hamburg bot. Was im Café22 in Stettin noch das Tüpfelchen auf dem i wäre, wäre eine sich drehende runde Platform wie es früher in Hamburg gab um beim gemütlichen Sitzen einmal alle Ansichten Stettins mitzubekommen.

Freitag, 21. September 2012

Stettin [3] - Dritter Tag - Noch mehr Input

Hallo liebe Leser,

heute waren wir zuerst in der Jacobi-Kirche, früher evangelisch, heute die Hauptkirche des Erzbistums Stettin. Viel spektakuläres zu sehen gab es im Kirchenschiff nicht, da die Kirche gerade saniert wird. Aber der Turm war offen und wir sind mit Fahrstuhl hochgefahren. Die Aussichtsplatform ist verglast und man hat einen tollen Rundumblick über die Stadt.

 

Anschließend gings in die Stadtbibliothek in Stettin, die auch für das Umland zuständig ist und viele alte Schriften aufbewahrt.
Dort gab es 2 Vorträge, einmal von einem Mitreisenden, ein pensionierter Bibliothekar zu dem Begründer der Stettiner Bibliothek Anfang des 20.Jh. und den Einfluß des Begründers der Stettiner Bibliotheksschule auf das gesamte Bibliothekswesen. Eine Ergänzung kam von jemandem aus der Leitung der Stettiner Bibliothek. bei beiden Vorträge wurde 2 sprachig gefahren, also der deutsche Vortrag einsprechend ins polnische übersetzt und beim 2. Vortrag umgekehrt. Dadurch zog sich das natürlich etwas in die Länge und wir mußten zeitlich umdisponieren...

Nach einem turboschnellen Mittagsimbiß ging es dann ins Stettiner Schloss... es ist gerade frisch saniert und toll wiederhergestellt.
Einmal ist dort die Gruft der pommerschen Greifenherzoge (die Linie starb im 17.Jh aus) andererseits gibt es dort ein paar Funde aus dem 10.-13. Jh in Vitrinen zu sehen...

Danach ging es noch geschlossen ins Stadtmuseum von Stettin.

 
Die Museumsleiterin führte uns selbst durch die Räume.
Was sie ausließ und ich Samstag vormittag alleine nachholte, ist der Ausstellungsraum mit den archäologischen Funden aus dem Mittelalter. Beginnend mit dem 9/10 Jh in der slawischen Zeit :-))
Denn mit einer so großen Truppe wie wir es sind ist ein ruhiges recherchieren nicht wirklich möglich, daher klinke ich mich einmal aus um die Gelegenheit zu nutzen mir die hiesige regionale Fundlage genauer in Augenschlein zu nehmen.

Danach ging es noch schnell, weil Freitag abend, in die Wechselstube, hier lohnt sich das Vergleichen, denn z.B. die Fa Kantor hat je nach Lage der Filiale auch unterschiedliche Kurse.

Abends waren wir zum Dinner im Restaurant Alt-Stettin, was sich im Hotel Victoria befindet. Die Einrichtung ist eine Mischung aus Antiquitäten und gesammeltem aus der Zeit vor 1945. Dies gibt dem Restaurant einen urig-heimeligen Touch, man fühlt sich ein bißchen wie in Großmama's guter Stube. Ich habe hier das erste Mal Piroggen probiert (die vegetarische Variante ;-) ) und ich bin richtig angetan von dem Gericht...  Es ist einfach, lecker und macht in der richtigen Menge "pappsatt" :-)).

Donnerstag, 20. September 2012

Stettin [2] - ein Vortragsmarathon der besonderen Art

So hier der Bericht über den 2. Tag:

Über den Tag verteilt haben wir heute insgesamt 4 Vorträge gehört. 1 Vortrag im Stadt- und Staatsarchiv von Stettin
und 3 im Bonhöferhaus, ein Gebäude das früher das tschechische Konsulat beherbergte...

Sie beschäftigten sich mit folgenden Themen:

  1. über das Stadt- und Staatsarchiv in Stettin 
    dieser Vortrag wurde vor Ort gehalten und gab einblicke in die Arbeitsweise des Archivs, dem Sachstand der online veröffentlichten Daten, das Benutzen der speziellen Suchmaschinen des Stettiner Archivs und auch einen Exkurs über die Onlinesuchmaschienen der Datenbanken in bezug auf Familienforschung für ganz Polen
  2. über die Arbeitsweise des Archivs in Koszalin und seiner Außenstellen.
    hier wurden einige von den Stettiner Gepflogenheiten abweichenden Arbeitsweisen von eine der Mitarbeiterinnen vorgestellt und einige Sachen vertieft, die wir vormittags schon im Stettiner Archiv in deren Vortrag erklärt bekamen.
  3. über die Zeit der Herschaft der schwedischen Könige in Pommern von ca 1670-1720
    nach Ende des 30jährigen Krieges erhielt Schweden das Gebiet von Vorpommern bis etwas östlich von Stettin nachdem der letzte pommersche Herzog aus dem Geschlecht der Greifen ohne direkten Erben verstorben war. 
    Der Vortrag beschäftigte sich insbesondere mit der Erhebung der Vermögensverhältnisse der Bevölkerung, damit die Besteuerung entsprechend festgesetzt werden konnte. Dafür wurden die Grundstücke und Häuser registreiert und beschrieben, zuerst auch noch mit Zeichnungen später dann nur in Berichten. In diese Berichte flossen auch Angaben über Beruf Familienstand- und verhältnisse ein, sodas man als Ahnenforscher einen guten Anhaltspunkt und Überblick aus den erhaltenen Dokumenten bekommen kann.
  4. ein Vortrag über die Kriegsgräberstätte (Friedhof) südlich von Stettin 
     hier ging es um zivile und militärische Opfer des 2. Weltkrieges und die Arbeitsweise des Verwalters in Bezug auf Exhumierung, Identifizierung und Wiederbestattungen der Opfer. 

Im Bonhöfer-haus gab es dann auch Abendessen und ich als Vegetarier bekam ein leckeres Extraessen aus Gemüse und Reis :-)) während die anderen sich am Büffet bedienten

Mittwoch, 19. September 2012

Stettin [1] - eine Ahnenforscher-Seminar - Der Anreisetag

Hallo liebe Leute,

die nächsten Tage schreibe ich offline aber lesen könnt ihr es erst wenn ich wieder ins Netz komme.

Heute morgen klingelte zu um 05:00 h der Wecker und ich habe mich aus den Federn gezogen, da sich für ca. 06:30 h  mein Fahrdienst nach Travemünde angekündigt hatte.
Treffpunkt war gegen 08:00 die Ostseeakademie in Travemünde und Abfahrt gegen 09:00.
Da wir nicht so viele sind die sich mit dem Bus chauffieren lassen kam ein 19-Personenbus für uns...

 

Der Busfahrer hat uns nach gut 4 Stunden Fahrzeit pünklich vor dem Hotel in Stettin abgesetzt, wo nach Zimmerverteilung und ein bißchen akklimatisieren, ein erstes Beschnuppern auf dem Plan stand und anschließend ging es in einen der Konferenzräume um bei einem Vortrag einen Überblick von Stettin und einen ersten Abriss der geschichtlichen Zusammenhänge zu bekommen. 
Danach gab es im Hotel ein einfaches Abendessen und anschießend einen Bummel durch die Stettiner Altstadt. Wir sind dort in der Nähe des Alten Rathauses von Stettin, das heute das Stadtmuseum beherbergt, noch geschlossen eingekehrt um den ersten Tag und seine Eindrücke ausklingen zu lassen

Samstag, 15. September 2012

VHS-Kurs Brettchenweben - 1-2 Teilnehmer fehlen uns noch und werden daher DRINGEND GESUCHT

Guten Morgen... 

ich habe heute die aktuelle Liste für meinen Brettchenwebkurs bei der VHS Ratzeburg bekommen...

Es fehlen uns noch 1-2 Teilnehmer damit der Kurs stattfinden kann...

Daher mein Aufruf ... bitte meldet euch 

*** bis spätestens Freitag 21.09.2012 *** bei der VHS Ratzeburg

damit wir die anderen Teilnehmer, die sich rechtzeitig angemeldet haben, nicht enttäuschen müssen.

 

hier der Link zu den Kontaktdaten

 http://www.vhs-ratzeburg.de/

Bitte gebt bei eurer Anmeldung für den Kurs die Kursnr.504 mit an

Montag, 20. August 2012

Lagervorbereitungen [2] - Die Vorbereitungen und die Hitzewelle

Bei dem Wetter mag man sich gar nicht bewegen... aber es hat so seine Vor- und Nachteile...

Vorteil... Ich habe das Tuch meiner Ma gestern morgen gewässert und im Schlafzimmer auf meinem Strohteppich mit Pinnwandnadeln aufgespannt.... Das Ergebnis hat mich umgehauen... ca 2,40m Länge am oberen Ende und der Mittelsteg mit dem Zopfmuster kommt auf gute 1,25m trocken war es heute nacht gegen 3:00 Uhr und draußen waren es ja auch noch ca 28°C und ich bin hier noch rumgetigert, da bei der Wärme an Schlaf nicht zu denken war.

hier das Foto nachdem ich es wieder abgenommen habe und zum Nachmessen in meiner Werkelecke ausgebreitet habe

 

Und da ich die Fotokiste schon einmal in der Hand hatte hier das versprochene Foto vom fertigen Kleid....

Jetzt fehlt für das Kleid nur noch der passende Gürtel... 

Jetzt der Nachteil an der Hitze... auf'm Dachboden rumkrabbeln und die Sachen zusammensuchen ist echt eine schweißtreibende Angelegenheit...

Freitag, 17. August 2012

Lagervorbereitungen sowie Ma's Überraschung und Hilfestellung ;-)

Also ich gestern mein Kleid fertig hatte und für meinen Hund (ihr kennt meinen kleinen Chihuahua als mein Avatar-Bild) seine mobile "Lagerhundehütte", es ist ein umgewerkeltes Kleinkinder-Spielhaus, abholen konnte, war darin auf einmal das Tuch für mich drin.
so und jetzt sehe ich schon fast die fragenden Gesichter vor mir, was soll das mit dem Kinderspielhaus...
Es war eine Lösung auf die ich aus leidvoller Erfahrung gekommen bin. Denn dazu muß man wissen, das der lütte in den letzten 14 Jahren 4 mal von großen Hunden angegriffen, gebissen und zT schwerst verletzt wurde. Dazu kommt noch seine Marotte, gerne nach fliegenden Krabbeltieren zu schnappen, auch z.B. Wespen :-S

und so bekommt er ein Refugium, worin er gefahrlos auf einer Veranstaltung rumwuseln kann, wozu auch Ma's letzter Einsatz mit der Nähnadel meiner vor langer Zeit begonnenen Arbeit den letzten Schliff gegeben hat, denn alle Öffnungen sind jetzt mit Fliegengaze geschlossen und die Verbindung zwischen Dach und Haus wird mit Klettverschlüssen gesichert. Dadurch das die "Lagerhundehütte" komplett mit Gaze versehen ist, brauche ich mir auch keine Gedanken mehr machen, das der kleine "Filou" wieder versucht nachst ausm Zelt auszubüxen, was er vor 3 Jahren schon einmal geschafft hatte ^^, mobwohl er damals Geschirr anhatte und mit der Leine am mittelmast des Zeltes festgemacht war. Denn er ist ein Entfesselungskünstler wenn es darum geht sein geschirr abzustreifen ... Auch bei der "Lagerhundehütte gilt, es gibt ein Tuch als Sonnen- und Regenschutz drüber, Wasser, Futter, Schlafplatz und ein kleines Dreiecks-Katzenklöchen rein. Um gleich eurem Aufschrei den Wind aus den Segeln zu nehmen, folgendes:
Der Gute ist es, seitdem er 3 monate alt ist, gewohnt, dass in solchen Situationen als Notfallmaßnahme ein Katzenklo in erreichbarer Nähe ist und es später eine ausgiebige Gassi-Runde gibt. Auch möchte ich es ihm nach jetzt inzwischen 14 Jahren nicht antun sich noch umzupolen zu müssen.

Auch für die "Hundebuze" gilt ... ich liefere demnächst ein Blog-Post mit den ganzen "Action-Fotos" nach ;-))

Mittelalterkleid [6] - Es ist vollbracht ...

Moin Moin lieber Leser,

ich habe es geschafft, das Kleid ist fertig.

Gestern habe ich mit meiner Schneiderfee zusammengesessen und wir haben das Kleid fertig bekommen.

Naja, so ganz fertig ist vielleicht ein bißchen zu optimistisch.
Denn jetzt sind noch so kleine Ecken per Hand nachzuarbeiten, wo die Nähmaschine nicht mehr weiterkam.
Oder auch das Bügelequipment rauskramen und die Nähte mit dem Bügeleisen überarbeiten.

Deshalb heute noch kein Fotos.. ich werde es aber "nachliefern".

Als interessantes Detail haben wir die Ärmel am unteren Saum mit der Brettchenborte zum vesäubern besetzt und auch die Form der Ärmel ist völlig anders als die Vorlage. Sie sind am Unterarm eng und gerade geschnitten und laufen dann am Schultersaum breit aus.

Ich war gestern einmal mehr erstaut, wieweit nach dem Schnüren der untere geplante Rocksaum hochgerutscht ist aber es war ja noch genug Länge übrig das der Rocksaum beim Abstecken nach unten rutschen konnte... Ich schätze das dafür beim Zuschneiden und Berechnen der Länge gut und gerne 5cm mit einkalkuliert werden können.

Endlich wieder unter die mittelalterlichen Marktfahrer gehen - Teil 1 - Lagervorbereitungen

Demnächst ist im Pönitzer Museum im Rahmen des Dorffestes ein kleiner mittelalterlicher Museumsmarkt.
Da ich als ehrenamtliche Unterstützerin schon länger im Museum mitwusel, werde ich Brettchenweben und nadelbinden übernehmen zu demonstrieren und erklären.

Dafür war in der letzten Zeit viel andesartiges Werkeln als nähen nadelbinden oder brettchenweben notwendig.

Ich erzähl' einfach einmal ein bißchen...

Das wichtigste Projekt war mein Oseberg-Zelt aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und nach fast 2 Jahren endlich das Holzgestänge mit einer Anti-Pilz-Lasur zu imprägnieren. So eigentlich wollte ich vor Monaten schon mit den Vorbereitungen anfangen, da aber die Gänge zu meinem Bodenraum mit nachbarlichen Gerümpel vollgestellt waren, bekam ich mein Zeltgestänge nicht dort weg .... Vor kurzem hat der Vermieter endlich reagiert und für die Entsorgung des Sperrmülls gesorgt :-) und ich kam wieder an meine Lagerausrüstung ran.

Das nächste Teilprojekt war schon etwas kniffeliger... ich brauchte eine, na ich nenne es einmal so: Lampenhalterung, da ich eine Möglichkeit brauche, mein kleinen Kutscherlampen in einer für mich erreichbarer Höhe aufzuhängen.
(mein Zeltinneres bleibt auch während der Marktöffnungszeiten nicht einsehbar, da ich noch nicht die Ausstattung habe, die für ein "Open Tent" notwendig ist). Ich höre jetzt schon die Fragen... wie hast du denn die Lampenhalterung gebaut... also hier eine kurze Anleitung :-D

Einen Buchenholzstab nehmen, ich hatte eine Länge von 70cm zur Verfügung. Man bohrt dann ca. 5 cm von den Enden ein Loch und schraubt ins Bohrloch einen Rundhaken ein, am geeignesten sind die ganz geschlossenen.
Um alles in einer Ebene hinzubekommen, habe ich den Stab in eine Heimwerker-Werkbank eingespannt. Denn jetzt kommt der nächste Schritt...  Da ich mit einem Dremel arbeite, habe ich nach dem Bohren den Trennscheibenaufsatz eingespannt und für meine 5 Lampen in regelmäßigen Abständen Kerben in den Stab geschnitten, damit die Lampen auch, wenn sie dann im Zelt hängen und einer das Kopf-einziehen vergisst, nicht an der Halterung durcheinanderpurzeln (Action-Fotos nach der Veranstaltung ;-) ) .
Ach ja ... ihr braucht ja noch 2 gleich lange Metallkettenstücke, 4 kleine Karabiener und ein bißchen Band, um dies um die Firststange zu binden.
Also weiter mit der Bastelanleitung. Kommen wir zu den nächsten Schritten...
Ihr zieht die Länge zwischen den beiden Schraubhaken von der Gesamtlänge eurer Firststange ab und plaziert dann die Markierungen z.B. mit einem Bleistift für die Kettenplazierungen auf der Firststange. Ich habe für die Lampenhalterung eine mittige Plazierung gewählt und dort die Bänder locker um die Firststange gebunden, sodass ich dort die beiden Ketten beim Aufbauen des Zeltes gleich einhängen kann. Die Stange mit den Lampen ist dann später ganz leicht, ohne auf eine Leiter klettern zu müssen, einhängbar.
Mein Ziel ist irgenwann, die einfachen Kutscherlampen gegen geeignete Rohhautlampen austauschen zu können.

Da ich meinen Dremel und die Werkbank schon einmal in Gebrauch hatte, habe ich gleich mit ein paar einfachen Naalbindingnadeln weitergewerkelt, die ich auch mit zum Markt nehmen werde.
Denn meine Freundin Alvara hat mich gebeten, eine Kiste mit handgefärbter Wolle , eine Auswahl ihrer Handspindeln und so ein bißchen, wie wir Nordlichter sagen, Tüddelkram aus ihrem Online-Shop mitzunehmen, da sie selbst am Veranstaltungstag verhindert ist.

So und dieses Wochenende wird die 2. Runde Vorbereitungen ein geläutet... Küchenkiste aufrüsten, alles zusammensuchen und anhand der Liste kontrollieren und auch noch eine Shoppingtour um die Vorräte für die Veranstaltung einzukaufen... aber davon nächste Woche mehr...

Ich bin wieder daa ;-)

Vielleicht fragen sich einige wo den meine Geschichten Erzählungen und Anektoden sind, die ich euch versprach...

Also im Hintergrund habe ich offline mit Stichworten an meinem Blog weitergeschrieben, aber war echt am so Intensiv-Werkeln, das zum Ausarbeiten der Blogposts keine Hand mehr frei war... aber viele von euch kennen das ja auch, man wünscht sich irgenwie ein bißchen Krakenarme um mehrere Sachen gleichzeitig machen zu können.
Also heute habe ich eine kleine Atempause vom Werkeln, Lagervorbereitungen und viele andere kleine Sachen,
sodass ich euch einmal einen Rundumschlag geben kann ^^... 

Ich werde versuche die einzelnen Sachen ein bißchen geordnet euch zu präsentieren ...

Auf geht's ^^

Dienstag, 31. Juli 2012

Mittelalterkleid[5] - Nähwahn und Brettchenwebmarathon

Hmmm....

ich weiß gar nicht wo ich heute anfangen soll... Ich bin durch den Web- und Nähmarathon der letzten 10 Tage ziemlich geschlaucht aber auch ein bißchen zufrieden mit dem was jetzt als neuer Zwischenstand im "Projektbuch" steht :-)

Ich kann aber als erstes vermelden, dass die Fledermäuse in eine Borte gewebt sind und heute konnte ich die fertige Borte vom Webrahmen nehmen.

Das Endergebnis lautet wie folgt:  es kamen binnen 7 Werkeltagen ca 3,30m Borte heraus

Außerdem ist das Kleid zu etwa 50% fertig genäht

Hier der Fotobeleg zum Zwischenstand

Wir, d.h. meine Schneiderfee und ich haben ein paar kleine Änderungen im W.I.P. (= work in Progress) am Schnittmuster und der Anleitung vorgenommen.

Die Schlaufen für die Schnürbänder haben wir wie Schrägband gearbeitet; also im 45° Winkel zum Fadenlauf geschnitten,längs zusammengeklappt, abgenäht und durchgezogen. Dann wurden sie mit eingenäht.

Da das Grundschnittmuster geschätzt für Damengröße 38/40 berechnet ist haben wir das Oberteil nicht gerade belassen sondern im Schulterbereich leicht schräge Nähte gefertigt, da vorher das Schnittmuster auf meine Passform vergrößert wurde, jedoch durch die proportionale Gesamt-Vergrößerung stimmte die Schulterpartie nicht mehr und daher die Abwandlung. eine andere ist noch in Planung:
Die Ärmel werden bordeaux-rot und nicht wie es in der Original-Anleitung beschrieben ist in der Farbe des Mittelteils
Da bewahrheitet sich wieder einmal wie wichtig die Vorarbeiten wie z.B. ein 1:1-Schnittmuster aus Papier oder ähnlichem Material ist. 

Um das Zusammennähen der verschiedenfarbigen Teile zu erleichtern haben wir aus den 2 bordeauxfarbenen 4 Teile gemacht.

Was ich auch so noch nicht kannte war die Entwicklung des Halsausschnittes:
Wir haben am Rückenteil die Standardwerte zugrundegelegt und dann auf einem Blatt Papier mit den zur Verfügung stehenden Maßen ein Raster für eine Hälfte des Ausschnittes erstellt. Darauf habe ich dann meinen Wunschausschnitt gezeichnet und haben wir solange probiert bis es passte. Das Ergebnis ist hier erst einmal mit einem Reihfaden nur geheftet, weil Mitte letzter Woche die Borte noch nicht verfügbar war....
Beim nächsten Treffen wollen wir die Ärmel fertigstellen und dann die Borte aufnähen. Bis dahin habe ich noch per Nähmaschine die Nähte mit Zackelnaht zu versäubern und einmal das Bügeleisen drüberzuschicken vor mir.

Soweit erst einmal ein weiterer Zwischenstandsbericht vom Kleid ;-)

Sonntag, 22. Juli 2012

Überraschungen und Brettchen"quälerei"

Liebe Leser,

ich komme aus dem Staunen immer noch nicht heraus.
Meine Ma hat gerade eine schöne fliederfarbene Dreiecks-Stola, passend zu meinem Mittelalterkleid,für mich angefangen ohne ein Ton zu sagen.

Hintergrund ist das sie zu einem langwierigen Untersuchungsmarathon ins Krankenhaus mußte und dort viel Zeit hat, da sie nach den Untersuchungen viel liegen muß.

Die Überraschung hab ich mir selbst irgendwie "verdorben", da ich sie spontan vor ein paar Tagen im Krankenhaus besucht hatte und sie nichtsahnend natürlich am stricken war, als ich hereinschneite.
Damit, das sie nach ihrer entschiedenen Ablehnung von letztem Monat für eine derartige Stola, dann doch noch soetwas anfängt habe ich gar nicht gerechnet. Ich freue mich aber riesig auf das Tuch :-)

Hier ein Foto:

 

Wir haben hier das Tuch auf Ma's Bett ausgebreitet, abgemessewn, Maschen gezählt und sie erklärt mir die Machart.
Keine Panik ich enthalte sie euch nicht vor ;-)

Meine Ma hat in ihrem Fundus noch eine Tüte mit Knäulen einer Schurwoll-Polymix gefunden, der da schon lange vor sich hindümpelte...
Sie ist an der Spitze mit etwa der Maschenzahl angefangen, die auch für das Zopfmuster gebraucht werden und strickt jetzt einfach mit Zunahmen an den Enden einfach weiter hoch, bis es mir passt ...

Die Wolle ist eigentlich Nadelstärke 4-5 und Ma strickt mit 6 damit es richtig locker fluffig wird :-))

So ... ich gehe jetzt wieder meine Fledermaus-Borte weiterweben,
mit dem Schären und Anweben bin ich heute fertig geworden und jetzt gilts...
der ganze Webrahmen ist voll mit der Kette und will zu einer Borte werden ....

Mittwoch, 18. Juli 2012

Mir ist eine gestrickte Mütze zugeflogen

Gutem Morgen...

gestern habe ich nach langer Zeit eine liebe Freundin wiedergetroffen...

Bei Kaffee-Klönschnack zeigte sie mir dann ihre neusten Mützencreationen und wurde ganz traurig da die Mütze ihrem Töchterchen nicht passte.

Wie der Zufall es wohl vorhergeahnt hatte war es genau die Farbe die mir noch fehlte und auch das Material ist genau meins ...
kuschelig weiche dicke Merinowolle

Man war ich von den Socken...

Eine grüne Mütze mit weiß abgesetzen Zwischenstreifen... und auch noch so groß das mein Wust an langen Haaren drunterpasst :-)

Mit anderen Worten... vielen lieben Dank für die tolle Mütze A.W. 

meine neue grüne Mütze

 

Für die unter euch denen es in den Fingern juckt die Mütze nachzuarbeiten noch folgendes...

Die Fotounterlage ist ein Karo-College-Block, ich glaube die Wolle ist Nadelstärke 5-6; der weiße Punkt ist ein permuttfarbener Knopf.

Dienstag, 17. Juli 2012

Mittelalterkleid [4] - Kammweb(quäl)erei

Moin Moin lieber Leser,

so ..
nachdem ich die letzten Tage fleißig am Weben war war kann ich verkünden

Vom Schnürband ist etwas mehr als die Hälfte abgewebt.... also noch knapp 1 1/2 Meter noch zu schaffen... :-)

Entschieden habe ich mich nach Raka's Tipp für eine Art Treppenmuster aus cremeweiß und schwarz.

Die Schärung war schwierig, da ich eine Webpatrone aus dem Anleitungsheftchen von Fa. Kirchner verwendet habe,

wo die Farbkennzeichnung nicht stimmig war ...
so wurde das Band nach ein paar Testzentimetern nicht 18 Fäden breit sondern nur 12 :-s

 

Ihr wundert euch sicherlich über die Regalhalter, die auf das Webbrett geklemmt sind...

Das hat 2 Aufgaben...

  1. wenn ich das Webbrett zum Weben schräg zwischen Sofa und Tisch schiebe, habe ich beide Hände für das Webschiffchen und den Schuß frei und der Kamm rutscht nicht unkontrollierbar im Fach herum

  2. ich kann beim Hochziehen des Webkammes diesen auf den hochstehenden Nasen der Regalhalter klemmen, um den Schuß sauber durchzufädeln ^^ 

So und jetzt geht's weiter...

Mittwoch, 11. Juli 2012

Anleitung: nadelgebundene Mütze mit Zopfloch

Moin Moin...

da das Thema gerade aufkam, werde ich hier einmal die Anleitung zu meiner nadelgebundenen Mütze aufschreiben.

Es ist eine Mütze für lange Haare, die in einem Zopfloch am Hinterkopf zusammengefasst werden.

Oder auch.... ein Basecap ohne Schirm (PS erst einmal lesen dann loslegen ;-) )

Zuerst sollte man nach dem Ausmessen des Kopfumfanges eine kleine Maschenprobe mit dem gewünschten Stich machen. Hier ist zu beachten, das nicht nur die Anfangsreihe sondern man nach meinen Erfahrungswert nach flach mit neuem ansetzen ca 5 Reihen des Arbeitsstichs als Basis einplanen sollte. Meine Erfahrung ergibt sich daraus, das ich mir die maschenprobe gespart hatte und dann mühsam die ersten beiden Reihen auffüllen mußte.

Also weiter gehts...

Nach der Anfangsreihe, diese sollte durch 8 teilbar sein, wird wieder an der linken Anfangsmasche neu angesetzt und mit dem Arbeitsstich gearbeitet... 

Das machen wir bis wir eine Höhe von ca 7,5 cm erreicht haben.

 

So und jetzt wird's spannend ..

Es werden die Maschen nachgezählt, ob wir welche auf dem Weg verloren oder zuviel haben...

Dann beginnen wir die Reihe, bei der die Runde endlich geschlossen wird. jetzt kommts drauf an. .. wenn die Maschenzahl stimmt dann werden 8 Luftmaschen zugenommen bevor wir die Runde dann auf der anderen Seite schließen und normal in der Runde weiterarbeiten.

die normalen Runden werden bis zu einer Gesamthöhe von ca 10 cm gearbeitet.

Und jetzt...

die Qual mit den ganz langen Runden ist um... aber jetzt wird wieder exakt gezählt, denn wir brauchen 8 Segmente mit gleicher Maschenzahl... wer keine Maschenmaker hat behilft sich mit kleinen Sicherheitsnadeln oder plündert seinen Büroklammervorrat ,-)

und los geht's ...

an jeder Markierung wird aus 2 maschen eine gemacht... und es heißt konsequent durchhalten bis zum Schluß nur noch 8 Maschen über sind... jetzt wird jede Masche mit der folgenden zusammengenadelt... die letzen beiden Maschen, also den Endzipfel, ziehen wir durch und nadeln ihn von innen an.. noch mit 2 Stichen vernähen ... und die Mütze ist fertig zur ersten großen Anprobe...

 

So... jetzt haben wir ja noch den ausgefransten Rand um das Zopfloch herum... hier wird noch eine Abschlußreihe angesetzt, die gerne auch einmal ganz rumgehen darf. Ich habe damit die zu schief geratene Anfangsreihe innen eingenadelt.

Nächster Schritt... Die Schließe am unteren Rand...

Eine Möglichkeit ist bei der unteren Schlußrunde gleich eine Schlaufe für einen Knopf mit einzuarbeiten ....

Meine Idee war ein Band mit Fingerloop zu machen und dies dann als Schlaufe zu verwenden...

Als Knopf und als Stopper zum Zuziehen des Bändsels habe ich handgemachte Glasperlen einer guten Freundin zur Verfügung gehabt, da ich die Mütze als Alternative zum Stirnband für meiner Slawengewandung nutze...

Solltet ihr diese Anleitung nacharbeiten, postet bitte eure fotografierten Ergebnisse und Erfahrungen in den Kommentaren meines Blogs

Danke :-)

 

 

 

 

Dienstag, 10. Juli 2012

Mittelalterkleid[3] - kammgewebte Schnürbänder und andere Kleinigkeiten

Heute morgen hatte ich eine Idee...
ich muß gestehen das die Gedanken dazu schon ein paar Tage in meinem Kopf herumspukten..

Aber ich werde das wohl jetzt so in Angriff nehmen, denn dann kann ich meine beiden Webrahmen benutzen,
ich habe einen einfachen DIY-Webrahmen, den ich mir fürs Kammweben reserviert habe und 
den "kleinen Barden" aus dem Brettchenwebershop fürs Brettchenweben,
und beide Bänder werden dann gleichzeitig angefangen; *schwitz* ;-)
Die Schnürungen werden in einfacher Ripsbindung kammgewebt und
der Webkamm, den ich mir letzten Weihnachten bei der Flinken im Online-Shop bestellt hatte,
kommt endlich auch einmal sinnvoll praktisch zum Einsatz.

Jetzt bin ich mir noch nicht mit mir selbst einig ob ich ein zartes gelbweiß oder doch schwarz für die schnüre nehme...

Was meint ihr?

Mein Schnittmuster werde ich durch fachliche Hilfe demnächst noch einmal überprüfen und überarbeiten lassen können...

Doch dazu später mehr

Sonntag, 8. Juli 2012

Fantasy-Mittelalterkleid [2] - Schnittmuster 1:1 auf Papier erstellt

nachdem gestern das Basisschnittmuster fertig wurde geht es jetzt an das Grübeln über die Feinheiten.

Aber viele von euch werden sich fragen, warum denn ein Papierschnittmuster und ähnliche Extraarbeiten.

Ganz schlicht und einfach... Papier ist billiger und einfacher zu bekommen, als der gute Stoff oder diese Spezialsachen, die es noch für Schnittmustererstellen gibt. Denn ich finde es zu schade Stoff zuzuschneiden und nacher passt es alles nicht ...

hier ein kleiner Eindruck vom Stoff ^^

Bitte beachtet das hier die Farben durch die Kamera etwas zu blaustichig und blass sind:

Das Umrechnen, wie ich schon vorher schon erwähnte nicht das einfachste,
aber ich habe eine Formel für mich gefunden die funktionieren könnte.
Nehmt die Zahlen, die ihr habt und rechnet euch, nachdem ihr euch ausgemessen habt, den Faktor aus, um den ihr vergrößern müsst.

Aber macht das für jedes Teil des Schnittmusters einzeln ;-)

Ich bin darauf gekommen, als ich mein Reenactment-Kleid noch einmal am Saum nachgemessen habe,
um für die Brettchenborte planen zu können.

Hier meine Webpatrone dazu...

GTT-File der Fledermäuse

Für die Brettchenweber unter euch ... das ist die Webpatrone, die ich mit dem GTT erstellt habe. Die endgültige Farbstellung wird davon abhängen, was ich an zum Kleid passenden Baumwollgarn noch zugekauft bekomme.

jetzt grübel ich über den "Einbau der Ärmel" und die Form des Halsausschnitts nach und ob das überhaupt alles so zusammenpasst wie ich mir das im Kopf vorstelle... also soweit erst einmal für heute mit dem WIP-Stand des Projektes

Donnerstag, 5. Juli 2012

Ein alltagstaugliches Kleid im Stil des Mittelalters

Vor einiger Zeit habe ich mir Gedanken gemacht, da mir das Kleiderangebot "von der Stange" entweder nicht zusagte oder das was ich in den einschlägigen Mittelalter-Onlineshops bekommen würde nicht zusagt oder passend ist.

Also wurde mit Hilfe von Google das Internet umgewühlt, um ein Schnittmuster für ein Kleid in mittelalterlichem Stil zu finden, das auch im 21.Jahrhundert alltagstauglich ist.

Fündig geworden bin ich bei Natronundsoda.net es ist ein Kleid was für echtes Reenactment eher nicht geeignet ist aber ansonsten mir wirklich zusagt.

Da ich letztes Wochenende bei Fa. Mahler-Stoffe in Hamburg für den passenden Stoff fündig wurde geht es jetzt an das Umrechnen und Anpassen des Schnittmusters.

Ein bißchen gruselt es mich noch davor und ich hoffe das ich alles bis jetzt richtig gemacht habe,

aber jetzt steht an die errechneten Zahlen in ein 1:1-Schnittmuster auf Papier umzusetzen.

Ein Zeltschätzchen darf wieder reisen ...

meine lieben Leser,
heute will ich euch eine Geschichte mit HappyEnd erzählen:
Seit gut 3 Jahren dämmerte ein kleines 3m Rundzelt der Fa.Alex-Zelte im Dornröschenschlaf auf meinem Boden und wartete auf einen Reenactor...
Es wurde inzwischen in meiner Lagerausrüstung von meinem Oseberg-Zelt ersetzt, in dem ich mich wohler fühle....
Aber das kleine Zeltschätzchen gab die Hoffnung nicht auf und wartete weiter und ....
Das Warten hat sich für das kleine Schätzchen gelohnt...
Es geht jetzt per Hermes auf Reise in die Nähe von Marburg zu einem Reenactment-Newie, der es wirklich gebrauchen kann.
Es ist, als ob das kleine Zeltschätzchen auf diesen Moment gewartet hat wieder wach zu werden.
Ich freu mich für den neuen Besitzer, das das Zelt wieder in Gebrauch ist und
jemandem den Einstieg in das schöne Reenactment-Hobby erleichtert.
Heute mittag war unserer Fahrerin von Hermes, wie gestern mit ihr verabredet,
pünklich vor der Türe und ich konnte das Zelt auf die Reise zu seinem neuen Besitzer schicken... hoffen wir das alles heil ankommt.

Mittwoch, 4. Juli 2012

Ma's neue Camper-Socken

eine Geschichte die vor gut 3 Jahren begann...

ich schenkte damals meiner Ma ein Paar meiner Erstlingswerke naalgebundener Socken,

kurz nachdem ich es erlernt hatte, und sie war happy, schöne weiche stabile Socken aus Filzwolle.

Vor ein paar Wochen erhielt ich diese mit den Worten zurück

"Könntest du die flicken? Ich habe mir Löcher reingelaufen..."

Nach 3 Jahren eine gute Bilanz für handgewerkelte Socken.

Hier der Fotobeleg ;-)

Die alten Socken... 3 Jahre haben sie brav durchgehalten

Also nachdem selbst das Aufdoppeln der Sohle nicht funktionierte und der ganze Socken sich als dünngescheuert erwies,

blieb mich nichts anderes übrig als doch ein paar neue für Ma anzufangen..

Diesmal nicht im OsloStitch mit Daumenfang sondern im festeren DanishStitch als freihandgenadelter Stich.

und nun habe puzzel ich an den neuen Socken...

Aber was ich hier als WIP-Fotos einstellen kann ist bereits der 2. Anlauf,

da beim erste Versuch der Fuß nicht durchpasste.

 

Ich werde euch erklären warum...

ich fange am Bein an und arbeite mich dann zu den Zehen vor.

Dabei beachte ich bereits beim Aufnehmen der Maschen, das diese Zahl durch 3 teilbar ist,

denn ich benötige 1/3 über dem Spann und 2/3 um die Hacke herum.

Wer mehr über Naalbinding lernen möchte, meldet sich für meine Workshops in der Volkshochschule Ratzeburg an

Dienstag, 3. Juli 2012

Meine VHS-Kurse für Naalbinding und Brettchenweben ab sofort buchbar

hallo lieber Leser,

ich habe es gerade entdeckt und freu mich wie Bolle...

meiner Kurse des Herbstsemesters in der Volkshochschule sind online.

Es darf sich also fleißig angemeldet werden.

Die Kurse mit den Kursnummern 504 und 505 im Originaltext

findet ihr hier: http://www.vhs-ratzeburg.de/kursangebote/kreatives/

Im September 2012 gibt es "Brettchenweben für Anfänger" und

im Oktober 2012 gibt es dann "Naalbinding für Anfänger"

Bei Interesse bitte die Anmeldung über die Ratzeburger Volkshochschule...

Ich freue mich auf reges Teilnehmerinteresse :-)

Ich bin für diese Kurse online auch auf Ravelry.com zu erreichen

Die Events findet ihr dort unter folgenden Links

http://www.ravelry.com/events/vhs-kurs-brettchenweben

http://www.ravelry.com/events/vhs-kurs-naalbinding

Mein erster Blog-Eintrag ;-)

Ich denke ich sollte erst einmal ein bißchen mehr über mich erzählen ...

 

Wie ich in meinem Profil schon erwähnte, mache ich sehr viel in historischen Bezügen....

Seit 2008 bin ich im Living-History als Frühmittelalter-Darstellerin unterwegs.

Die ersten Schritte waren als einfache Schweden-Wikingerin mit Handarbeitskenntnissen.

Doch dann kam 2009 ein privater Umbruch und ich hinterfragte auch meine Darstellung.

 

Heraus kam ein Umschwung, da mich da die ersten Viren der Ahnenforschung,

ich sage gerne auch Ahnenbuddlei,

packten und ich wechselte Volk und Region ...

Aus Schweden wurde Norddeutschland, aus der Wikingerin,

eine Slawin aus dem Volk der Abodriten, nur das Jahrhundert ist bisher gleich geblieben...

Als ich dann 2010 begann neue Werkel-Kontakte zu knüpfen, begegnete mir jemand,

der sehr viel von Ahnenforschung verstand und mir bei den ersten Schritten half.

Inzwischen bin ich bei den meisten meiner Familienzweige mit meiner Ahnenfahndungsliste im 19. Jahrhundert unterwegs;

und das irgendwie sehr verstreut...

vom niedersächsischen Verden/Aller und Köln im Westen bis nach Königsberg (Kaliningrad) im Osten

vom bayrischen Kreis Forchheim im Süden bis ins schleswig-holsteinische Lübeck im Norden ...

 

Dazu kam vor einem Jahr noch auf Bitten von Forenbetreiber Ingo der verantwortungsvolle

Posten der Admina bei Geschichte-und-Reenactment.de dazu, den ich gerne angenommen habe. 

Seit Anfang diesen Jahres bin ich angefangen an der hiesigen VHS

Kurse in Naalbinding und Brettchenweben anzubieten.

Ich hoffe auf viele Interessierte im Herbstsemester, da Ratzeburg

dieses Jahr ein historisches Jubiläum begeht und die Kurse sich auch

auf Handarbeitstechniken beziehen

die zur Zeit der Stadtgründung im 11. Jahrhundert bekannt waren.

Soviel ersteinmal für heute...

Ich bin selbst gespannt wie es sich entwickelt

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