Sonntag, 21. Oktober 2012

Für eine Darstellung mit dem Recherchieren beginnen oder ……

…wie das Ideensammeln für eine Reenactmentrecherche nicht zu trocken wird,
oder auch wie hole ich mir Anregungen um einen roten Faden, ein Gefühl für die Recherchen zu finden.

Da auf einem gestrigen Treffen von einigen Reenactors für einen Neueinsteiger dieses Thema aufkam, dachte ich mir, ich erzähle einmal davon, woher ich meine Anregungen für die “Recherche-Vita” meiner Ratzeburger Slawin des 9. Jahrhunderts mir geholt habe.
Eigentlich für jemanden wie mich, der auch Wert auf eine möglichst korrekte Umsetzung seiner Recherchen legt, ein vielleicht ungewöhnliche Methode sich seiner Darstellungsidee zu nähern, aber für mich war es die effektivste.

Also… lange Rede kurzer Sinn Zwinkerndes Smiley , um eine Inspiration zu finden, wie ich mein “Alter Ego” ein bisschen drumrum ausfüllen kann, habe ich gut recherchierte historische Romane, die meine Darstellungszeit und Region beinhalten, angefangen zu lesen.

Daher hier als Tipp meine Roman-Bücherliste zum
Thema Frühmittelalter und dem Slawen-Sachsen-Konflikt:

  • Die letzte Priesterin” von Renata Petry – ISBN 3-453-12452-9
    Der Plot des Buches spielt regional in den heutigen Landkreisen Ratzeburg, Ostholstein und Nordwestmecklenburg und zeitlich geht es um die Zeit der beginnenden Christianisierung der Region östlich des Limes Saxoniae und den daraus resultierenden Auseinandersetzung zwischen den Sachsen und Slawen. Protagonistin ist hier eine Slawin aus Ratzeburg.
  • Die Priestertochter” von Titus Müller - ISBN 978-3-7466-2457-0
    Basis der Geschichte ist die Tochter eines slawischen Hohepriesters aus dem alten Rethra während der Wirren der beginnenden Christianisierung und ihre Erlebnisse auf einer Reise. Es geht viel um Politik und Religionsansichten. Sehr gut geschriebener und recherchierter Roman; und in meinen Augen ein Buch aus der Feder von Titus Müller was oft viel zu wenig Beachtung erfährt.
  • Die Chronik eines Mönches” von Sven R. Kantelhardt  - ISBN 978-3-941404-98-4
    Dies Buch ist aus der Sichtweise eines christlichen Mönches geschrieben und führt in die Region zwischen Ratzeburg und dem Schaalsee. Der Basisplot beschreibt die Rettung des Mentors des Mönches aus einer slawischen Burg. Ich fand es wichtig, auch die sächsisch-christliche Seite beleuchtet zu wissen, um die verschiedenen Sichtweisen zu verstehen. Man merkt, das der Autor gelernter Arzt (Neurochirurg u.a. in Lübeck) ist und vieles auch aus dem medizinischen Blickwinkel einfließen lässt.

Noch anzumerken ist, das alle 3 Autoren sehr gut und gründlich recherchiert haben und man als Reenactor die Freiheit des Schriftstellers berücksichtigen muss und nicht 1:1 vieles übernehmen kann. Aber als Ideenlieferanten für weitere sind die oben genannten Bücher sehr gut geeignet.

Freitag, 12. Oktober 2012

Stettin [7] – Nachtrag nach einem Bibliotheksbesuch in Travemünde

Nachdem ich vor ein paar Tagen die Vereinsbibliothek des Pommerschen Greif in Travemünde aufgesucht habe, könnte ich mich ein bisschen ärgern. Denn nach der dort vorhandenen Literatur sind einige Dokumente, vor allem Grundbucheinträge meiner Pommerschen Vorfahren voraussichtlich noch in Stettin erhalten, und ich habe die Gelegenheit zum Nachforschen auf der Reise nicht wirklich genutzt aber warum sich über ungelegte Eier aufregen, dann gibt es halt andere Möglichkeiten an die Dokument-Kopien zu kommen.

Vielleicht kann ich ja in knapp einem Jahr ein paar Sachen so hinbiegen, das ich mehrere Stationen auf eine Tour legen kann… Nachdenkliches Smiley

Der Herbst ist da und meine Ahnen wollen neu sortiert werden

hallo liebe Leser,

bevor ich anfange zu erzählen eine kurze Anmerkung; ich hoffe das ich meinen Blogger-Stilelemente beibehalten kann, da ich ganz neu versuche mit einem externen Bloggerprogramm zu schreiben Zwinkerndes Smiley.

Aber nun zu dem was ich erzählen wollte.
Seit letztem Winter bastle ich an einem meiner Familienzweige rum und versuche den sinnvoll zusammenzusetzen. Ansätze waren mir mit Hilfe von netten Mitforschern bereits im Frühjahr 2012 gelungen, aber dann kam der Sommer und ich habe mich um meine Mittelalterdarstellung gekümmert. Die Notizen blieben liegen und schlummerten den Sommer über vor sich hin. Es kamen im Sommer auch noch ungeplant und per Zufall Information zu Nachfahren also um x-ecken Verwandtschaft, dazu.

Also hieß es jetzt im Oktober, Ahnenprogramm reaktivieren und eingeben bis die Fingerspitzen streiken und der Kopf raucht.
Bedanken möchte ich mich auch noch einmal öffentlich bei meinen Vereinskollegen vom Pommerschen Greif , die mir über unsere Mailingliste nach meinem Hilferuf Tipps und Links zumailten, sodass das Projekt partitionierten Familienzweig vermutlich gelungen ist. Denn das Problem bestand darin, das ein Geburtsort nicht auffindbar war.
Aufgelöst hat sich das folgendermaßen. Einerseits ein Lesefehler meinerseits:
Ich habe in Sütterlin das ee als u gelesen und dann war die Gemeinde zu heutiger Zeit ein Ortsteil einer Samtgemeinde geworden, die jetzt einen Doppelnamen führte.
Aber nun passt es und die Entfernung ist in der Zeit meiner Altvorderen binnen eines guten Tagesmarsches auch überwindbar gewesen und damit stimmig.

Die 2. Überraschung kam aus dem ganz hohen Norden, aus Dänemark; ein Mitglied der Vereinsmailingliste wies mich auf eine Namensgleichheit und ähnliche Geburtsorte in historischen dänischen Volkszählungslisten hin. Ich bin gespannt was dabei herauskommt.


Denn bereits jetzt umfasst mein geografisches Suchgebiet schon folgende Ausdehnung:

  • Am weitesten im Westen: Koblenz
  • Am weitesten im Osten: eine Linie zwischen Westpreußen (Danzig) und Posen
  • Am weitesten im Süden: Den Großraum Erlangen (Bayern)
  • Am weitesten im Norden: Schleswig-Holstein

Sollte von meinen Nordlichter-Ahnen einer eine Familien-Verbindung nach Dänemark haben, vergrößert sich mein ohnehin schon großes Suchgebiet erneut Verwirrtes Smiley

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