Dienstag, 19. November 2013

Slawenburgen im Lauenburgischen [4]–Oldenburger Wall in der Gemeinde Neu-Horst

Hallo liebe Leser,

heute erzähle ich euch über die 3. slawische Wallanlage hier in der Umgebung.

Es handelt sich um die Wallanlage die “Oldenburger Wall” genannt wird … nicht zu verwechseln mit der Anlage auf der in Ostholstein das Wallmuseum entstanden ist.

Es wird davon ausgegangen, das dies die vermutlich älteste slawische Anlage hier im Kreis ist. Die Archäologen sprechen von einer Entstehungszeit um 700AD. Daraus leitet sich meiner Meinung nach auch der Name ab denn Oldenburg(er) heißt hier mundartlich soviel wie “alte Burg”.

Ich kenne das Gelände innerhalb des Walls von einem früheren Besuch vor ein paar Jahren (leider keine Fotos damals gemacht Trauriges Smiley ), diesmal war das Wetter so scheußlich nass-kalt, das der Weg darauf in der Dämmerung ziemlich glitschig gewesen wäre, denn es hatte den ganzen Tag genieselt. Also habe ich das auf einen Tag mit besserem Wetter verschoben.
Innerhalb des jetzt mit Bäumen bestandenen Walls ist ein runder Platz vorhanden der von einem Durchstich betreten wird.

Hier meine Fotoserie von der Straße aus schnell noch gemacht…

 

 

 

und natürlich bekommt ihr auch eine Wegbeschreibung von mir…

  • fahrt in Mölln-Nord von der B207 ab und folgt den Hinweisschildern Richtung Sterley.
  • am Augustinum Mölln vorbei wieder raus aus Mölln
  • und der Straße bis Neu-Horst weiter folgen. An einer kleinen Kreuzung, links geht es eine Kopfsteinpflasterstraße rein nach Alt-Horst und ihr fahrt rechts Richtung Lehmrade; Orientierungspunkt ist das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Horst, das habt ihr zur rechten Hand und seid auf dem richtigen Weg.
  • Aus Neu-Horst wieder raus und dann kommt die Wallanlage auf einer Anhöhe auf der linken Seite. Vor den Hinweisschildern könnt ihr parken und dann zu Fuß weiter den Weg raufgehen zum Inneren der Wallanlage

Donnerstag, 7. November 2013

Slawenburgen im Lauenburgischen [3] – Farchau: Slawenburg und später Bischofsanwesen [Teil 2]

 

und es gibt sie doch…..

 

Nachdem ich wie ich in Teil 1 bereits berichtete an der 1. Stelle kein Hinweise fand, habe ich noch einmal über Internet und eine Vorort-Nachlese nachrecherchiert.

und….. Voila !

Es fand sich doch noch die Stelle der alten slawischen Wallburg.

Heute ist auf dem Gelände die Kreis-Försterei Farchau zu finden, daher mit Auto keine Zugang, aber als Radfahrer oder Fußgänger ist das Gelände erreichbar.

und jetzt das beste

es gibt eine neue Wegbeschreibung und Tipps einer Einheimischen für euch… Smiley mit geöffnetem Mund

hier der Link zur Karte für euch:

  • auf der B207 zwischen Ratzeburg und Mölln gibt es die Domäne Fredeburg und das Restaurant Fredenkrug als Anhaltspunkt und gegenüber geht es rein auf einen Parkplatz für das Wisent Gehege.
  • den Parkplatz fahrt ihr solange runter, bis links eine kleine Straße abzweigt, da müsst ihr rein. Dann an den Häusern vorbei und über die Bahnschienen Richtung Wald.
  • Am nächsten Abzweiger stur geradeausfahren und dann auf der linken Seite schauen ob ihr ein Schild entdeckt, wo auf die Försterei hingewiesen wird.
  • Dieses bleibt zu eurer linken Seite und ihr fahrt weiter, da man dort nicht parken kann, ohne die Einfahrt zu blockieren. Abschleppen wäre wahrscheinlich die Folge und zu Fuß nach Ratzeburg zur Polizei laufen dauert mindestens 1 Stunde.
  • Ihr kommt dann an ein paar Häusern vorbei, die auf der linken Seite sind direkt an die Reste des alten Burgwalles gebaut.
  • Danach macht die Straße eine Knick nach links und ihr steht an der 2. Einfahrt zur Försterei. Dort könnt ihr euer Auto stehen lassen und dann zu Fuß weiter zum Burgwall.

Ich bin selbst aus Zeitmangel noch nicht weiter hingelaufen, aber habe trotzdem ein paar Fotos zur besseren Orientierung gemacht:

Sonntag, 3. November 2013

Der Winter naht [2] - Meine Mütze ist fertig, aber soll nicht alleine bleiben

Hallo liebe Leser
Den letzten Stand den ich berichtete, war ja das ich anfangen wollte abzunehmen, um die Mütze fertigzustellen.

Das ist inzwischen Geschichte... die Mütze ist fertig und eingetragen.
Da sich der untere Rand anfing einzurollen habe ich ihn noch einmal umhäkelt.

Die, die mich kennen wissen auch, das es mir in den Fingern juckt, aus einem einzelnen Stück ein Set zu kreieren.
Also bin ich letzte Woche zu Lydia in ihren Wollladen und habe mir wolligen Nachschub besorgt.
Die Handstulpen sind angehäkelt und am werden. Da sie ja noch etwas flexibler sein sollen als die Mütze habe ich mir anstatt Stärke 7 die 8er Häkelnadel rausgekramt.

Während ich jetzt den Schaft arbeite, grüble ich darüber wie ich den Ausschnitt für das Daumenloch mache, da dies beim Naalbinding auch immer mein größtes Problem war und ist...


Also ich geh' jetzt wieder meine Häkelnadel quälen und wünsche euch einen schönen Sonntag.

Freitag, 1. November 2013

Slawenburgen im Lauenburgischen [2] – Farchau; Slawenburg und später Bischofsanwesen

hallo liebe Leser,

heute wieder einmal ein Recherchebericht aus meiner Gegend zu dem Thema alte Slawenburgen und vergessene Ansiedlungen.

Diesmal habe ich in für Ronny, der die Webpage Slawische Wallanlagen in Deutschland betreut, die Location auf der früher zuerst eine Slawische Burganlage und dann das bischöfliche Schloss/Anwesen des Ratzeburger Bischofs gestanden hat, mit einer Fotoserie dokumentiert. Leider ist kaum etwas übrig geblieben. Man kann anhand der Gelandestukturen es sich vorstellen, was dort einmal gewesen sein könnte.
Auch ist dort im Gegensatz zu den Resten von der Burg Kittlitz, von der ich bereits berichtet habe, ist kein Schild oder ähnliches zu finden.

Hier meine Fotoserie:

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer trotzdem sich auf Spurensuche begeben will, ein Anhalts- und Orientierungspunkt ist das Restaurant und Hotel “Farchauer Mühle” auf der Landkarte.

Mein Tipp zur Anfahrt ist folgender:

Auf der L202 von Mölln oder Ratzeburg kommend in Schmilau auf die Dorfstraße Richtung Kirche abbiegen, an der Kirche vorbeifahren Richtung Wald und kurz vor dem Ortsausgang rechts in die “Jutebek” abbiegen (Hinweisschild Farchauer Mühle folgen) und nicht erschrecken der Weg macht nach einem kurzen Stück den Eindruck eines Waldweges, diesem Weg konsequent bis zum Restaurantparkplatz folgen und dort das Auto stehen lassen.
Dort geht ein anderer Weg ab, wo im Hintergrund ein Fachwerkhaus erkennbar ist; diesem Weg folgen. Etwa in der Mitte kommt ein Bereich der mit Schilf bestanden ist, der dort rechts abzweigende Weg führt Richtung Uferkante des Küchensees.

Eine Bemerkung sei mir noch gestattet; man darf keine Angst vor nassen Füssen haben (oder Gummistiefel einpacken) da das ganze Gebiet sehr modderig und feucht ist.

Was wiederum den Schluss zulasst das es ein slawischer Siedlungsplatz gewesen sein muss, der genau in das systemische Schema für slawische Burgen passte.

Die slawischen Besiedlungsreste wurden später von einem ersten bischöflichen Anwesen überbaut, welches auch nicht mehr aufzufinden ist.

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