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Sonntag, 3. November 2013

Der Winter naht [2] - Meine Mütze ist fertig, aber soll nicht alleine bleiben

Hallo liebe Leser
Den letzten Stand den ich berichtete, war ja das ich anfangen wollte abzunehmen, um die Mütze fertigzustellen.

Das ist inzwischen Geschichte... die Mütze ist fertig und eingetragen.
Da sich der untere Rand anfing einzurollen habe ich ihn noch einmal umhäkelt.

Die, die mich kennen wissen auch, das es mir in den Fingern juckt, aus einem einzelnen Stück ein Set zu kreieren.
Also bin ich letzte Woche zu Lydia in ihren Wollladen und habe mir wolligen Nachschub besorgt.
Die Handstulpen sind angehäkelt und am werden. Da sie ja noch etwas flexibler sein sollen als die Mütze habe ich mir anstatt Stärke 7 die 8er Häkelnadel rausgekramt.

Während ich jetzt den Schaft arbeite, grüble ich darüber wie ich den Ausschnitt für das Daumenloch mache, da dies beim Naalbinding auch immer mein größtes Problem war und ist...


Also ich geh' jetzt wieder meine Häkelnadel quälen und wünsche euch einen schönen Sonntag.

Samstag, 26. Oktober 2013

Häkelmütze [1] oder … Der Winter naht …

... und an den Knallfarben der Filzi-Wollknäulen kam ich nicht vorbei... eine neue Mütze soll es werden; vielleicht auch noch ein paar passende Stulpen.

Da das Material die berühmte Waschfilzwolle ist und ich mit Häkelnadel Stärke 7 arbeite geht mir auch morgens beim 1.Hallo-Wach-Käffchen Kaffeetasse schon die Arbeit gut von der Hand.

Aber das erste Foto sagt ja noch nichts aus… deshalb hier ein zweites von heute morgen …

Die Reaktion darauf, weil ich es als Test bereits Freunden online gezeigt hatte, war z.B. von meiner Freundin H.N. aus R. : “ganz schön knallig, aber hübsch.”

Das war auch einer meiner Gedankengänge, denn solche warmen Sommerknallfarben fallen im Wintergrau erst recht auf und wärmen das Herz in der diesigen Jahreszeit.

ich habe jetzt die Maschenzahl so angepasst, das ich sie durch 8 teilen kann und die Maschen mit Sicherheitsnadeln markiert. Man braucht keine teuren Maschenmarker, eine gute Handvoll Sicherheitsnadeln in verschiedenen Größen tut es auch; so der O-Ton meiner Mutter, und ich finde sie hat recht.

Für den nächsten Farbrapport wird aber nur in jeder zweiten 8er Sektion eine Masche abgenommen, damit ich die entsprechende Höhe bekomme, um auch meine langen Haare unter die Mütze zu stopfen.

Demnächst weiteres wie es vorangeht.

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Mein neues Handy braucht eine zu mir passende Tasche (Teil 2)

Hallo liebe Leser,
Die Handy-Tasche aus dem 1. Teil ist Geschichte.  Ihr fragt euch sicherlich warum :-) ....
Einfach weil die Tasche wie ich es bereits von Anfang an befürchtet hatte zu knapp berechnet war.
Also blieb mir nichts weiter übrig als alleine noch einmal von vorne anzufangen. Da am Samstag in der Lübecker Innenstadt der erste Nordlichter-Genealogen-Stammtisch im 'Alten Zolln' stattfindet hatte ich mir den Termin als Deadline gesetzt.  Und dieses Mal passt sie durch meine selbstberechneten Zuschläge aus den Erfahrungswerten der früheren brettchengewebten Handytaschen an den Seiten wie angegossen. Und auch die aufgesetzte Kopfhörertasche ist groß genug.
Hier die Fotos Step by Step. Falls ich Arbeitsschritte ausgelassen habe, meldet euch mit euren Fragen gerne über die Kommentarfunktion ...

 

Alles wieder auseinandergepuhlt um an das Stück Brettchenborte für den Henkel heranzukommen

 

Die dicke Häkelnadel habe ich zum Umstülpen der Lasche benötigt, die Klettverschlussteile habe ich auch vorher schon eingenäht, damit auch die Innenseite der Tasche ganz glatt bleit (schont den Touch-Screen)

 

 

Ihr werdet euch vielleicht fragen wieso Lasche und Henkel nicht mittig sind:

Ganz einfach… oben am Handy ist die Kopfhörerbuchse und die habe ich so einberechnet das ich den Kopfhörer bei verschlossener Tasche benutzen kann.

 

ENDLICH FERTIG VerliebtSmiley mit geöffnetem Mund und SIE PASST WIE ANGEGOSSEN

Sonntag, 20. Oktober 2013

Mein neues Handy braucht eine zu mir passende Tasche (Teil 1)

Vor ein paar Tagen habe ich ein neues Handy bekommen.
Die Projektfrage ist:
Das Handy ist so neu auf den Markt, sodass es noch wirklich  kein passendes Zubehör dafür gibt, was ich für meine Zwecke verwenden kann;
Also heißt erst mal wieder


"Selbst ist die Frau"


Da Gela ja für ihren Etsy-Shop Handy-Taschen näht bin ich mit meinem Wunsch-Stoff und Zubehör wie von mir handgewebter Brettchenborte zu ihr und habe sie gebeten, mir zu zeigen wie sie ihre Taschen macht. Denn auch meine Mutter hat sich eine zu ihrem runden Geburtstag im nächsten Monat gewünscht. Die kann ich dann vielleicht auch ansatzweise alleine zusammenbauen. Mal sehen was da rauskommt.
Aber da bei mir die Tasche auch wegen dem vergrößerten Kopfhörertasche und der verwendeten Brettchenborte beim Nähen etwas aufwendiger wird, muss ich einige Nähte wieder auftrennen, damit es nächste Woche weitergehen kann.

Hier ein paar Fotos von unserem Werkelnachmittag.

20131019_152730

20131019_155455_Dorfstraße

20131019_155850_Dorfstraße

20131019_162457_Dorfstraße

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Mittwoch, 2. Oktober 2013

Häkelblumen aus Filzwolle - Ein Experiment

Nach ein Bekannte mir am Wochenende gezeigt hat wie man 3D-Blumen aus dünnen Baumwollgarn häkelt kamen wir beim Kaffeeklatsch noch auf die Idee das man mit der gleichen Technik es auch mit reiner Schurwolle (Wasch&Filzwolle) versuchen könnte um nach dem Häkeln die Blume in der Waschmaschine zu filzen. Da ich von meinen Naalbinding-Arbeiten noch reichlich Filz- und Dochtwollereste hatte habe ich mich drangesetzt und die Idee einmal experimentell in die Tat umgesetzt.

Es kamen Filzwolle in blau und gelbgrün sowie Dochtwolle in rot und weiß zum Einsatz, wobei die Knäule laut Banderole verschiedene Häkelnadelstärken erfordert hätten. Ich habe einfach aus praktischen Erwägungen für alles eine 8er Häkelnadel genommen.

Hier ein Foto nachdem die Blume fertig gehäkelt ist.

IMG-20131002-00191

 

Danach ging es mit meinen Handtüchern bei 60° im Buntwaschprogramm in die Waschmaschine und wurde mit 1400 Touren so richtig durchgeschleudert Zwinkerndes Smiley

Das Ergebnis seht ihr hier

IMG-20131002-00192

Die Blume ist richtig schön verfilzt wobei die Dochtwolle das bessere Ergebnis erzielt hat als die eigentliche Filzwolle.

Nun stellt sich die Frage: Was mach ich jetzt damit? Wenn ihr Ideen habt … immer her damit Zwinkerndes Smiley !

Freitag, 14. Juni 2013

Brettchenweben geht wieder :)

nachdem ich lange Zeit außer Gefecht war hier wieder ein Blogbeitrag von mir …
Ich kann endlich wieder brettchenweben Smiley mit geöffnetem Mund.
Hier die Webpatrone zu meinem Projekt “Slawenstirnband”
stirnband flowers 4-4-2-2-44
Die technischen Daten sind Rapport: 4-4-2-2 ; 44 Brettchen; Technik: einfache Schnurbindung
Ich bin so gut wie fertig mit dem Weben und denke schon darüber nach wie ich das Band weiterbearbeiten kann …
Für diejenigen unter euch, die das Band auch im Original sehen wollen, hier ein Foto
Ratzeburg-20130614-00124
Bis bald dann und wer es nachwebt dem wünsche ich viel Spaß und gutes Gelingen …

Montag, 15. April 2013

Jahresprojekt 2013 [1] – eine Häkelgardine fürs Wohnzimmer

Endlich lugt der Frühling auch hier im Norden auf die Wiesen und es macht wieder Spaß bei dem hellen Wetter zu werkeln.Zwinkerndes SmileySmiley

Mir ist um Ostern in den Sinn gekommen, als ich nach der Zeitumstellung auf Sommerzeit aus meinem Wohnzimmerfenster schaute. Es müsste doch besser wieder eine Gardine davor, damit durch das Süd-Fester die Sonne besser “gefiltert” wird. Aber einerseits eine Gardine kaufen ist bei den Abmessungen meines Fensters von zweimal 210cm Höhe x 85cm Breite ein guter Batzen Geld nötig, meine selige Ur-Großmama hatte vor 12 Jahren für die ersten Gardinen des Wohnzimmerfensters, weil Sondermaße über 500,- DM bezahlt, und dann sieht es nachher doch nicht so aus, wie ich mir es vorgestellt habe … und Baumwolle für selbstgemacht kostet mich ‘über den dicken Daumen’ gepeilt, um die €50,- für das gesamte Fenster.

Also war die Idee “selbst ist die Frau” und eine Gardine häkeln sollte doch nicht so schwer sein geboren … Engel

Da ich meiner Mutter ein Handarbeitsbuch abgeschnackt habe, wo ein Mustervorschlag für eine Gardine drin ist, ich mich aber nicht wirklich entscheiden konnte, ob ich den alleine so lasse, kam mir noch ein Bild eines Greifen, wie er auch auf dem Pommerschen Wappen zu sehen und in der slawischen Mythologie beschrieben ist, in die Finger und mir keimte die Idee, beides zu einer Rollo-Gardine zu kombinieren.

Unten das Muster aus dem Buch, was sich gut wie ein Rollo raffen lässt und oben wo auch den Rest des Jahres ins Wohnzimmer die Sonne blendet soll der Greif aus bunter Filethäkelei diesen Blendeffekt filtern.

Hier ein erster Musterentwurf des Greifen und Fotos vom Work-In-Progress-Stadiums:

1RapportHaekelgardine

Das ist der erste fertige Rapport des Musters für die untere Sektion als Detailaufnahme. Ihr findet dieses Muster in dem Buch “Alles über Handarbeiten” vom Lingen Verlag Köln aus dem Jahre 1986 auf Seite245 und Seite254. Das Buch ist antiquarisch noch erhältlich.

pomgreiff-brettchen-2-30032013

Das Wappen des Herzogtums Pommern über Handarbeitssoftware gerastert. Dafür verwendet wurde 'Guntrams Tabletweaving Thingy' in der ‘Brocade’-Funktion. Berechnet ist es für Filethäkeltechnik mit einfachen Stäbchen und Häkelnadelstärke 2,5mm. Garn ist Baumwolle mit 155lfm/50g. Das Größenverhältnis der Stäbchen laut Maschenprobe beträgt Höhe 1cm / Breite 0,5 cm. Hier bereits mit einem Stauchungsfaktor von 50% berücksichtigt.

PIC_0010

So und hier der Zwischenstand von heute Nachmittag, es sind trotz Kieferschmerzen  nach einer ZahnOP von letzter Woche bereits 2 1/2 Rapporte Smiley *stolz bin*

Dienstag, 2. April 2013

Es ist wieder ein Licht aufgegangen ;-)

Soo…

nach längerer Zeit habe ich mich wieder drangesetzt und schreibe wieder eine neue Episode.

Die letzten Monate waren sehr stressig und vollgepackt mit Terminen aber jetzt wird es langsam ruhiger und ich habe wieder Zeit mich um meine Hobbies zu kümmern. Einerseits war vor 4 Wochen das Jahresseminar des Pommerschen Greifs mit vielen Gesprächen und Diskussionen. Ich habe mich jetzt dafür eingetragen, das ich, wenn eine neue Vereins-Arbeitsgruppe Internet&SocialNetworking eingerichtet werden sollte, mich mit dort mit meinen Internetkenntnissen einbringe. Was bis jetzt handfest umgesetzt ist, ist der Twitteraccount des Vereins, der die neuesten Blogeinträge der Homepage zwitschert; ihr findet ihn unter @Pomm_Greif . Seiten bei Facebook und Google+ sollen folgen.

handarbeitstechnisch hat sich bei mir auch ein bisschen was getan… Smiley mit geöffnetem Mund

Ein neues Band ist auf den Brettchenwebrahmen aufgezogen, aber noch nicht angefangen da ich noch auf ein Feedback zum Band warte.

Außerdem habe ich es doch tatsächlich nach ca. 30 Jahren hinbekommen häkeln zu verstehen. Was meine Anverwandtschaft nicht hinbekommen hat, dass ich das kapiere, klappte vor ein paar Tagen an einem trüben Februarsonntag mit Hilfe von Elizzzas YouTube-Anleitungen so gut, dass ich meine Stulpenanleitung von Naalbinding auf Häkeln abändern konnte.
Die Anleitung für die Stulpen habe ich online für euch hinterlegt;

Die Musteranleitung findet ihr bei Elizzza’s Adventskalender-Anleitungen

Hier geht's zum Download der Anleitung im PDF-Format

Derzeitiges Zwischenergebnis ist, das die linke Stulpe bereits fertig ist, ich aber beim Pönitzer Häkelbüddelclub noch einmal eine der Häkelfachfrauen um Rat für den Daumen fragen werde. Wenn sich dadurch die Anleitung ändert informiere ich euch in einem gesonderten Posting.

Häkelstulpen Duocolor

Nachtrag: Dieser Blogbetrag von mir dümpelt schon gut 1 Monat auf meinem Rechner aber ich hatte ihn vergessen freizugegeben, da mal wieder einiges dazwischenkam Zwinkerndes Smiley, das Freigeben für euch möchte ich hiermit nachholen.

Freitag, 30. November 2012

Nadelgebundene Socken – eine Anleitung von der Wade zu den Zehen …

Ich versuche einmal euch zu erklären, wie ich am liebsten alltagstaugliche nadelgebundene Socken herstelle. Ich habe viele verschiedene Ideen ausprobiert bis ich meine Idealform zusammenhatte.


Für die verschiedenen Sticharten empfehle ich euch folgende Links

Also hier nun die Schritt für Schritt Anleitung

  1. Eine Luftmaschenkette aufnehmen, die am Beginn der Wade locker herumpasst; d.h. lieber ein paar Maschen mehr und einen Finger als Abstandhalter zwischenstecken beim Abmessen.
    Bitte beachtet, das ihr eine Gesamtmaschenzahl benötigt, die sich durch 3 teilen lässt
  2. dann mindestens 2 Reihen nadeln und wieder testen, ob der Umfang passt. Wenn es doch nicht passt, heißt es alles wieder neu von vorn beginnen. Ob man jetzt alles aufmacht oder einfach komplett neu beginnt ist jedem selbst überlassen.
  3. Wenn das alles passt, den 2. Socken mit der gleichen Maschenzahl anfangen und bis zum gleichen Stand, wie die erste Socke nadeln.
  4. ab jetzt kommen Mini-Sicherheitsnadeln in größerer Zahl zum Einsatz. Denn jetzt werden Maschen gezählt. Jede Runde einmal in 3 gleiche Teile teilen und jedes Mal die Teilstücke mit Sicherheitsnadeln als Maschenmarker aufteilen. Ihr benötigt 1/3 über dem Span und die restlichen 2/3 werden benötigt, um hinten um die Ferse rumzukommen.
    Also nadeln wir den Spanabschnitt mit Verbindungsstich und den Abschnitt um die Ferse wird aus Luftmaschen gebildet und dann an der Markierung zu Beginn des Spannabschnittes per Verbindungsstich wieder angenadelt.
  5. jetzt wird erst einmal gemessen wieviel Zentimeter von der Spannrunde zum ersten Zeheneinschnitt man benötigt und diese Strecke durch 2 geteilt.
  6. jetzt vom Spann nadelnd die Hälfte der ermittelte Gesamtstrecke zurücklegen.
    Achtung! bitte dies bei beiden Socken gleichzeitig machen!
  7. jetzt wird's spannend denn meistens ist der Umfang den man für den Spann benötigt größer als der Umfang des Zehenansatzes. Daher wird jetzt das Drittel das über den Spann läuft noch einmal zum Abnehmen nach dem altbekannten System vorbereitet. Sicherheitsnadeln markieren die Abschnitte.
    hier ein Beispiel aus der Praxis:
    Der Spannabschnitt hat 27 Maschen und durch probieren habe ich festgestellt, das 12 Maschen zuviel sind. Daher bekommt Masche Nr. 13 (die Mitte des Abschnittes) eine Markierung und ich gehe von dieser 6 Maschen zurück und 6 Maschen von der Mittelmasche vorwärts und markiere mit Sicherheitsnadeln.
  8. Beim Abnehmen fange ich an den beiden Sicherheitsnadeln an die den Beginn der 6er Maschengruppe zur Mitte hin markieren und nehme zur Mittelmarkierung hin jeweils “aus 2 mache 1 Masche” von außen nach innen ab.
  9. Wenn der Zehenabschnitt dann erreicht ist, dann wird rechts und links am Übergang von Sohle zum Oberfuß mit Sicherheitsnadeln eine Markierung gesetzt, wo dann begonnen wird abzunehmen.
    Die Abnahme zum Schließen der Zehenspitze ist dann eine sehr individuelle Sache.
    Hier zwei Beispiele:
    a) Am großen Zeh wird nach aus “2 wird 1” abgenommen und am kleinen Zeh aus “3 wird 1”
    b) an beiden Seiten wird nach aus “2 mach 1” abgenommen und dann die Spitze als Rosette rückwärts geschlossen.
  10. Die Ferse wird an der Aufteilung des Spanns angesetzt und erst einmal eine komplette Runde genadelt. Zum Neuansetzen des Fadens schaut euch die Videoerläuterungen zu den Verbindungsstich F1 und F2 von Sanna-Mari an.
    Am Übergang zur nächsten Runde beginnt man dann in beiden Ecken mit dem Abnehmen. Die Hälfte der Abnahmestrecke an der Ferse wird konsequent nach dem System aus 2 mach 1 oder aus 3 mach 1, je nach Stichart, abgenommen und dann wieder mit der “Rosette rückwärts” verschlossen.
    Bitte zwischendurch das Anpassen und gleichzeitige parallele Arbeiten an beiden Socken nicht vergessen!
  11. Wer nicht für sich selbst Socken nadelt, dem sei folgendes empfohlen:
    Fußabformung mit Plastiktüte und Paketklebeband
    Dem Empfänger der Socken eine Plastiktüte über den nackten Fuß ziehen und fest vom Zeh beginnend mit soviel Klebeband umwickeln das eine stabile Form entsteht. die Form dann an der Achillessehne entlang vorsichtig aufschneiden und beschriften nicht vergessen. Dann mit Füllmaterial wie eine weitere Plastiktüte ausstopfen.
    So kann man in Ruhe arbeiten und anpassen ohne das das Fußmodel live anwesend sein muss.

 

Viel Spaß beim Nacharbeiten und gutes Gelingen.

Montag, 12. November 2012

Weihnachten droht mal wieder …

…. und ich häng an der Wollnadel Cooles Smiley ….

In den letzten Wochen sind diverse Naalbinding-Projekte durch meine Finger gegangen und es entstanden bzw. sind noch am Entstehen kleine Werkelei die dann zu Weihnachten unter den Baum kommen sollen Zwinkerndes Smiley

Bereits verschenkt habe ich ein Paar Stulpen aus braun-beiger Wolle mit Polyanteil im Oslo-Stich und bei meinen ersten Fingerhandschuhen mit dem Coptic Stich bin ich noch bei die letzten Finger anzusetzen.

Doch es ist ja immer so …. 1. kommt es anders und 2. als man denkt …
Letzte Woche kam Alvara beim monatlichen Handarbeitstreffen endlich mit der Sockenwolle an, die ich schon so lange bei ihr bestellt hatte. Aber auch hier wirft der Weihnachts-Werkel-Wahn seine Schatten voraus.
Also hieß es den richtige Stich für die Wolle zu finden, da sie dünner ist als die, die ich gewöhnlich nutze. Aber dann stieß ich in den YOUTUBE-Videos von Samato 09 auf den Korgen Stich und war so fasziniert, das ich einen ganzen Tag investierte um ihn zu lernen Verlegenes Smiley und es hat sich, soweit ich es bis jetzt einschätzen kann, gelohnt… der Stich ergibt ein süßes Fischgrätmuster auf den Socken .

So und jetzt geh ich wieder an meine Wolle… denn wir haben ja nur noch 6 Wochen bis Weihnachten ….

Freitag, 17. August 2012

Endlich wieder unter die mittelalterlichen Marktfahrer gehen - Teil 1 - Lagervorbereitungen

Demnächst ist im Pönitzer Museum im Rahmen des Dorffestes ein kleiner mittelalterlicher Museumsmarkt.
Da ich als ehrenamtliche Unterstützerin schon länger im Museum mitwusel, werde ich Brettchenweben und nadelbinden übernehmen zu demonstrieren und erklären.

Dafür war in der letzten Zeit viel andesartiges Werkeln als nähen nadelbinden oder brettchenweben notwendig.

Ich erzähl' einfach einmal ein bißchen...

Das wichtigste Projekt war mein Oseberg-Zelt aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und nach fast 2 Jahren endlich das Holzgestänge mit einer Anti-Pilz-Lasur zu imprägnieren. So eigentlich wollte ich vor Monaten schon mit den Vorbereitungen anfangen, da aber die Gänge zu meinem Bodenraum mit nachbarlichen Gerümpel vollgestellt waren, bekam ich mein Zeltgestänge nicht dort weg .... Vor kurzem hat der Vermieter endlich reagiert und für die Entsorgung des Sperrmülls gesorgt :-) und ich kam wieder an meine Lagerausrüstung ran.

Das nächste Teilprojekt war schon etwas kniffeliger... ich brauchte eine, na ich nenne es einmal so: Lampenhalterung, da ich eine Möglichkeit brauche, mein kleinen Kutscherlampen in einer für mich erreichbarer Höhe aufzuhängen.
(mein Zeltinneres bleibt auch während der Marktöffnungszeiten nicht einsehbar, da ich noch nicht die Ausstattung habe, die für ein "Open Tent" notwendig ist). Ich höre jetzt schon die Fragen... wie hast du denn die Lampenhalterung gebaut... also hier eine kurze Anleitung :-D

Einen Buchenholzstab nehmen, ich hatte eine Länge von 70cm zur Verfügung. Man bohrt dann ca. 5 cm von den Enden ein Loch und schraubt ins Bohrloch einen Rundhaken ein, am geeignesten sind die ganz geschlossenen.
Um alles in einer Ebene hinzubekommen, habe ich den Stab in eine Heimwerker-Werkbank eingespannt. Denn jetzt kommt der nächste Schritt...  Da ich mit einem Dremel arbeite, habe ich nach dem Bohren den Trennscheibenaufsatz eingespannt und für meine 5 Lampen in regelmäßigen Abständen Kerben in den Stab geschnitten, damit die Lampen auch, wenn sie dann im Zelt hängen und einer das Kopf-einziehen vergisst, nicht an der Halterung durcheinanderpurzeln (Action-Fotos nach der Veranstaltung ;-) ) .
Ach ja ... ihr braucht ja noch 2 gleich lange Metallkettenstücke, 4 kleine Karabiener und ein bißchen Band, um dies um die Firststange zu binden.
Also weiter mit der Bastelanleitung. Kommen wir zu den nächsten Schritten...
Ihr zieht die Länge zwischen den beiden Schraubhaken von der Gesamtlänge eurer Firststange ab und plaziert dann die Markierungen z.B. mit einem Bleistift für die Kettenplazierungen auf der Firststange. Ich habe für die Lampenhalterung eine mittige Plazierung gewählt und dort die Bänder locker um die Firststange gebunden, sodass ich dort die beiden Ketten beim Aufbauen des Zeltes gleich einhängen kann. Die Stange mit den Lampen ist dann später ganz leicht, ohne auf eine Leiter klettern zu müssen, einhängbar.
Mein Ziel ist irgenwann, die einfachen Kutscherlampen gegen geeignete Rohhautlampen austauschen zu können.

Da ich meinen Dremel und die Werkbank schon einmal in Gebrauch hatte, habe ich gleich mit ein paar einfachen Naalbindingnadeln weitergewerkelt, die ich auch mit zum Markt nehmen werde.
Denn meine Freundin Alvara hat mich gebeten, eine Kiste mit handgefärbter Wolle , eine Auswahl ihrer Handspindeln und so ein bißchen, wie wir Nordlichter sagen, Tüddelkram aus ihrem Online-Shop mitzunehmen, da sie selbst am Veranstaltungstag verhindert ist.

So und dieses Wochenende wird die 2. Runde Vorbereitungen ein geläutet... Küchenkiste aufrüsten, alles zusammensuchen und anhand der Liste kontrollieren und auch noch eine Shoppingtour um die Vorräte für die Veranstaltung einzukaufen... aber davon nächste Woche mehr...

Mittwoch, 11. Juli 2012

Anleitung: nadelgebundene Mütze mit Zopfloch

Moin Moin...

da das Thema gerade aufkam, werde ich hier einmal die Anleitung zu meiner nadelgebundenen Mütze aufschreiben.

Es ist eine Mütze für lange Haare, die in einem Zopfloch am Hinterkopf zusammengefasst werden.

Oder auch.... ein Basecap ohne Schirm (PS erst einmal lesen dann loslegen ;-) )

Zuerst sollte man nach dem Ausmessen des Kopfumfanges eine kleine Maschenprobe mit dem gewünschten Stich machen. Hier ist zu beachten, das nicht nur die Anfangsreihe sondern man nach meinen Erfahrungswert nach flach mit neuem ansetzen ca 5 Reihen des Arbeitsstichs als Basis einplanen sollte. Meine Erfahrung ergibt sich daraus, das ich mir die maschenprobe gespart hatte und dann mühsam die ersten beiden Reihen auffüllen mußte.

Also weiter gehts...

Nach der Anfangsreihe, diese sollte durch 8 teilbar sein, wird wieder an der linken Anfangsmasche neu angesetzt und mit dem Arbeitsstich gearbeitet... 

Das machen wir bis wir eine Höhe von ca 7,5 cm erreicht haben.

 

So und jetzt wird's spannend ..

Es werden die Maschen nachgezählt, ob wir welche auf dem Weg verloren oder zuviel haben...

Dann beginnen wir die Reihe, bei der die Runde endlich geschlossen wird. jetzt kommts drauf an. .. wenn die Maschenzahl stimmt dann werden 8 Luftmaschen zugenommen bevor wir die Runde dann auf der anderen Seite schließen und normal in der Runde weiterarbeiten.

die normalen Runden werden bis zu einer Gesamthöhe von ca 10 cm gearbeitet.

Und jetzt...

die Qual mit den ganz langen Runden ist um... aber jetzt wird wieder exakt gezählt, denn wir brauchen 8 Segmente mit gleicher Maschenzahl... wer keine Maschenmaker hat behilft sich mit kleinen Sicherheitsnadeln oder plündert seinen Büroklammervorrat ,-)

und los geht's ...

an jeder Markierung wird aus 2 maschen eine gemacht... und es heißt konsequent durchhalten bis zum Schluß nur noch 8 Maschen über sind... jetzt wird jede Masche mit der folgenden zusammengenadelt... die letzen beiden Maschen, also den Endzipfel, ziehen wir durch und nadeln ihn von innen an.. noch mit 2 Stichen vernähen ... und die Mütze ist fertig zur ersten großen Anprobe...

 

So... jetzt haben wir ja noch den ausgefransten Rand um das Zopfloch herum... hier wird noch eine Abschlußreihe angesetzt, die gerne auch einmal ganz rumgehen darf. Ich habe damit die zu schief geratene Anfangsreihe innen eingenadelt.

Nächster Schritt... Die Schließe am unteren Rand...

Eine Möglichkeit ist bei der unteren Schlußrunde gleich eine Schlaufe für einen Knopf mit einzuarbeiten ....

Meine Idee war ein Band mit Fingerloop zu machen und dies dann als Schlaufe zu verwenden...

Als Knopf und als Stopper zum Zuziehen des Bändsels habe ich handgemachte Glasperlen einer guten Freundin zur Verfügung gehabt, da ich die Mütze als Alternative zum Stirnband für meiner Slawengewandung nutze...

Solltet ihr diese Anleitung nacharbeiten, postet bitte eure fotografierten Ergebnisse und Erfahrungen in den Kommentaren meines Blogs

Danke :-)