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Dienstag, 19. November 2013

Slawenburgen im Lauenburgischen [4]–Oldenburger Wall in der Gemeinde Neu-Horst

Hallo liebe Leser,

heute erzähle ich euch über die 3. slawische Wallanlage hier in der Umgebung.

Es handelt sich um die Wallanlage die “Oldenburger Wall” genannt wird … nicht zu verwechseln mit der Anlage auf der in Ostholstein das Wallmuseum entstanden ist.

Es wird davon ausgegangen, das dies die vermutlich älteste slawische Anlage hier im Kreis ist. Die Archäologen sprechen von einer Entstehungszeit um 700AD. Daraus leitet sich meiner Meinung nach auch der Name ab denn Oldenburg(er) heißt hier mundartlich soviel wie “alte Burg”.

Ich kenne das Gelände innerhalb des Walls von einem früheren Besuch vor ein paar Jahren (leider keine Fotos damals gemacht Trauriges Smiley ), diesmal war das Wetter so scheußlich nass-kalt, das der Weg darauf in der Dämmerung ziemlich glitschig gewesen wäre, denn es hatte den ganzen Tag genieselt. Also habe ich das auf einen Tag mit besserem Wetter verschoben.
Innerhalb des jetzt mit Bäumen bestandenen Walls ist ein runder Platz vorhanden der von einem Durchstich betreten wird.

Hier meine Fotoserie von der Straße aus schnell noch gemacht…

 

 

 

und natürlich bekommt ihr auch eine Wegbeschreibung von mir…

  • fahrt in Mölln-Nord von der B207 ab und folgt den Hinweisschildern Richtung Sterley.
  • am Augustinum Mölln vorbei wieder raus aus Mölln
  • und der Straße bis Neu-Horst weiter folgen. An einer kleinen Kreuzung, links geht es eine Kopfsteinpflasterstraße rein nach Alt-Horst und ihr fahrt rechts Richtung Lehmrade; Orientierungspunkt ist das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Horst, das habt ihr zur rechten Hand und seid auf dem richtigen Weg.
  • Aus Neu-Horst wieder raus und dann kommt die Wallanlage auf einer Anhöhe auf der linken Seite. Vor den Hinweisschildern könnt ihr parken und dann zu Fuß weiter den Weg raufgehen zum Inneren der Wallanlage

Donnerstag, 7. November 2013

Slawenburgen im Lauenburgischen [3] – Farchau: Slawenburg und später Bischofsanwesen [Teil 2]

 

und es gibt sie doch…..

 

Nachdem ich wie ich in Teil 1 bereits berichtete an der 1. Stelle kein Hinweise fand, habe ich noch einmal über Internet und eine Vorort-Nachlese nachrecherchiert.

und….. Voila !

Es fand sich doch noch die Stelle der alten slawischen Wallburg.

Heute ist auf dem Gelände die Kreis-Försterei Farchau zu finden, daher mit Auto keine Zugang, aber als Radfahrer oder Fußgänger ist das Gelände erreichbar.

und jetzt das beste

es gibt eine neue Wegbeschreibung und Tipps einer Einheimischen für euch… Smiley mit geöffnetem Mund

hier der Link zur Karte für euch:

  • auf der B207 zwischen Ratzeburg und Mölln gibt es die Domäne Fredeburg und das Restaurant Fredenkrug als Anhaltspunkt und gegenüber geht es rein auf einen Parkplatz für das Wisent Gehege.
  • den Parkplatz fahrt ihr solange runter, bis links eine kleine Straße abzweigt, da müsst ihr rein. Dann an den Häusern vorbei und über die Bahnschienen Richtung Wald.
  • Am nächsten Abzweiger stur geradeausfahren und dann auf der linken Seite schauen ob ihr ein Schild entdeckt, wo auf die Försterei hingewiesen wird.
  • Dieses bleibt zu eurer linken Seite und ihr fahrt weiter, da man dort nicht parken kann, ohne die Einfahrt zu blockieren. Abschleppen wäre wahrscheinlich die Folge und zu Fuß nach Ratzeburg zur Polizei laufen dauert mindestens 1 Stunde.
  • Ihr kommt dann an ein paar Häusern vorbei, die auf der linken Seite sind direkt an die Reste des alten Burgwalles gebaut.
  • Danach macht die Straße eine Knick nach links und ihr steht an der 2. Einfahrt zur Försterei. Dort könnt ihr euer Auto stehen lassen und dann zu Fuß weiter zum Burgwall.

Ich bin selbst aus Zeitmangel noch nicht weiter hingelaufen, aber habe trotzdem ein paar Fotos zur besseren Orientierung gemacht:

Freitag, 1. November 2013

Slawenburgen im Lauenburgischen [2] – Farchau; Slawenburg und später Bischofsanwesen

hallo liebe Leser,

heute wieder einmal ein Recherchebericht aus meiner Gegend zu dem Thema alte Slawenburgen und vergessene Ansiedlungen.

Diesmal habe ich in für Ronny, der die Webpage Slawische Wallanlagen in Deutschland betreut, die Location auf der früher zuerst eine Slawische Burganlage und dann das bischöfliche Schloss/Anwesen des Ratzeburger Bischofs gestanden hat, mit einer Fotoserie dokumentiert. Leider ist kaum etwas übrig geblieben. Man kann anhand der Gelandestukturen es sich vorstellen, was dort einmal gewesen sein könnte.
Auch ist dort im Gegensatz zu den Resten von der Burg Kittlitz, von der ich bereits berichtet habe, ist kein Schild oder ähnliches zu finden.

Hier meine Fotoserie:

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer trotzdem sich auf Spurensuche begeben will, ein Anhalts- und Orientierungspunkt ist das Restaurant und Hotel “Farchauer Mühle” auf der Landkarte.

Mein Tipp zur Anfahrt ist folgender:

Auf der L202 von Mölln oder Ratzeburg kommend in Schmilau auf die Dorfstraße Richtung Kirche abbiegen, an der Kirche vorbeifahren Richtung Wald und kurz vor dem Ortsausgang rechts in die “Jutebek” abbiegen (Hinweisschild Farchauer Mühle folgen) und nicht erschrecken der Weg macht nach einem kurzen Stück den Eindruck eines Waldweges, diesem Weg konsequent bis zum Restaurantparkplatz folgen und dort das Auto stehen lassen.
Dort geht ein anderer Weg ab, wo im Hintergrund ein Fachwerkhaus erkennbar ist; diesem Weg folgen. Etwa in der Mitte kommt ein Bereich der mit Schilf bestanden ist, der dort rechts abzweigende Weg führt Richtung Uferkante des Küchensees.

Eine Bemerkung sei mir noch gestattet; man darf keine Angst vor nassen Füssen haben (oder Gummistiefel einpacken) da das ganze Gebiet sehr modderig und feucht ist.

Was wiederum den Schluss zulasst das es ein slawischer Siedlungsplatz gewesen sein muss, der genau in das systemische Schema für slawische Burgen passte.

Die slawischen Besiedlungsreste wurden später von einem ersten bischöflichen Anwesen überbaut, welches auch nicht mehr aufzufinden ist.

Samstag, 5. Oktober 2013

alte Slawenansiedlungen im Lauenburgischen oder Recherche mal praktisch

Dieses Wochenende habe ich etwas in die Tat umgesetzt, was ich schon sehr lange machen wollte. Eigentlich eine Schande, das ich die paar Kilometer dahin nicht schon längst einmal in Angriff genommen habe.

Ich bin nach Kittlitz und nach Dutzow gefahren, um mir die dortige Gegend selbst anzusehen. Bekannt ist mir seit sehr langem, dass dort früher (um etwa 9. Jh.) am Westufer des Dutzower Sees eine Burganlage stand und am gegenüberliegenden Ostufer eine Siedlung. Diese Gegend wird auch von Sven R. Kantelhardt in seinem Historik-Roman “Chroniken eines Mönches” sehr gut recherchiert beschrieben und in den Plot eingewoben.
Ich muss gestehen das das Buch mich mit auf die Gegend um Kittlitz aufmerksam gemacht hat. Ein anderer Anstoß kam durch Vorträge bei der Freien Lauenburgischen Akademie im Laufe der letzten Jahre.

So kommen wir also zu meinem Recherchebericht Smiley:

erst einmal eine Satellitenkarte zur besseren Orientierung:

Kartenbild

Es ist auf Kittlitzer Seite nur noch rudimentär erkennbar, wo die Slawische Ringwallburg gestanden haben muss. Für den ungeübten Blick gibt es dieses Hinweisschild mit Karte

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Die Anlage liegt auf einer eingezäunten Wiese, jedoch ist ein Weg an der Seite Richtung Waldrand vorbeigeführt, wo man dann zum Seeufer kommt.

Die Weg aber dorthin ist etwas diffizile, da man das Auto an der Landstraße stehen lassen muss und dann gut 15min zu Fuß bis zum oben genannten Hohlweg benötigt. Da dieser wegen des Geländeprofils sehr rutschig werden kann und auch das an der Seite montierte Holzgeländer bei nassem Wetter nur bedingt weiterhilft, empfehle ich einen Besuch vor Ort bei wirklich trockenem Wetter, da der Abhang extrem abschüssig ist.

Hier ein die Fotos von beiden Seiten des Geländes aufgenommen ( siehe Bilduntertitel)

Kittlitz 004

Hier ein Foto vom tiefsten Punkt des Hohlweges mit Blick auf die Reste der Burganlage

 

Kittlitz 005

Hier der Blick von einem direkt gegenüberliegenden Standort hoch über der Burganlage

Vorher habe ich versucht noch auf der Dutzower Seite herauszubekommen, ob man an die Siedlungsreste herankommt. Dies ist aber nicht möglich, da seit Jahrzehnten dort durch die ehemalige deutsch-deutsche Grenze und das frühere Niemandsland der Wald sehr dicht ist, so wurde mir auf nachfragen in Dutzow berichtet, sodass kein Durchkommen möglich und auch nicht erlaubt ist, da es sich um den Grenzbereich des Biospärenreservates Schaalsee handelt.

Fazit:
Das Gebiet ist sehr sumpfig und matschig also war es ideal für eine typische slawische Ansiedlung und Burganlage, da die Slawen gerne den Sumpf als zusätzlichen Schutzfaktor für ihre Burgen und Ansiedlungen einplanten.

Dienstag, 20. August 2013

Countdown oder Vielerley Feierey in Eutin wirft seine Schatten voraus

So liebe Leute … nach langer Abwesenheit aus privaten Gründen hier wieder einmal ein kleiner Bericht von mir.

Das euch berichten entfiel auch daher weil ich so viel vorzubereiten habe.

  • Schürze nähen:
    Mit Nähmaschine ist sie fertig genäht, aber alle Nähte wollen noch einmal per Handnaht überarbeitet werden, da die Schürze ja sonst nicht “markttauglich” ist. Die 20 Knopflöcher für das Bindeband an den Seiten sind bereits mit Hand überarbeitet und damit erledigt und jetzt geht's mit den Außennähten weiter.
  • Mein Zelt markttauglich machen, indem ein Sonnensegel mit heißer Nadel zusammengenäht wurde; Auch hier musste ich Kompromisse machen da mit ein Konstrukt vorschwebt, das nicht alltäglich ist. und der gute Baumwolle- bzw. Leinenstoff war mir ein bisschen zu schade, gerade weil bei mir noch 3 alte Sonnensegel ( Polystoff) rumflogen Verlegenes Smiley. Aber wenn sich die Konstruktion bewährt hat, wird nach und nach auf Naturmaterial umgebaut Zwinkerndes Smiley
  • Die entsprechende Unterkonstruktion für den Sonnensegelvorbau aus Holz basteln…
    Das war am Wochenende auf dem Terminplan und das komplizierteste Teil der Vorbereitungen. Viele Ideen auch von außen wurden an mich herangetragen , sodass ich die einfachste Lösung, die ich bereits vor Monaten mir überlegt hatte, aus meinem Blickfeld verschwand. Dank Chris, unserem Sippencheffe von den Slawen Hamburg, wurde dann doch diese einfache Idee mit Balken und Dreibeinstütze an der anderen Seite umgesetzt.

Fotos von Gela’s und meinem Bastelmarathon findet ihr in den nächsten Tagen auf Gela's Blog

Noir - die etwas andere Art für FARBIG

da wir in ihrem Garten gebastelt haben und auch in Zukunft gemeinsam auf Markt&Lager fahren wollen.
Von den Aufbauvarianten gefällt mir die auf dem untersten Foto von Gela’s Blogbeitrag am besten. Es ist genug Platz unter dem Wetterschutz und beide Seiten sind wetter- und blickschutztauglich Zwinkerndes Smiley.

Freitag, 14. Juni 2013

Brettchenweben geht wieder :)

nachdem ich lange Zeit außer Gefecht war hier wieder ein Blogbeitrag von mir …
Ich kann endlich wieder brettchenweben Smiley mit geöffnetem Mund.
Hier die Webpatrone zu meinem Projekt “Slawenstirnband”
stirnband flowers 4-4-2-2-44
Die technischen Daten sind Rapport: 4-4-2-2 ; 44 Brettchen; Technik: einfache Schnurbindung
Ich bin so gut wie fertig mit dem Weben und denke schon darüber nach wie ich das Band weiterbearbeiten kann …
Für diejenigen unter euch, die das Band auch im Original sehen wollen, hier ein Foto
Ratzeburg-20130614-00124
Bis bald dann und wer es nachwebt dem wünsche ich viel Spaß und gutes Gelingen …

Sonntag, 21. Oktober 2012

Für eine Darstellung mit dem Recherchieren beginnen oder ……

…wie das Ideensammeln für eine Reenactmentrecherche nicht zu trocken wird,
oder auch wie hole ich mir Anregungen um einen roten Faden, ein Gefühl für die Recherchen zu finden.

Da auf einem gestrigen Treffen von einigen Reenactors für einen Neueinsteiger dieses Thema aufkam, dachte ich mir, ich erzähle einmal davon, woher ich meine Anregungen für die “Recherche-Vita” meiner Ratzeburger Slawin des 9. Jahrhunderts mir geholt habe.
Eigentlich für jemanden wie mich, der auch Wert auf eine möglichst korrekte Umsetzung seiner Recherchen legt, ein vielleicht ungewöhnliche Methode sich seiner Darstellungsidee zu nähern, aber für mich war es die effektivste.

Also… lange Rede kurzer Sinn Zwinkerndes Smiley , um eine Inspiration zu finden, wie ich mein “Alter Ego” ein bisschen drumrum ausfüllen kann, habe ich gut recherchierte historische Romane, die meine Darstellungszeit und Region beinhalten, angefangen zu lesen.

Daher hier als Tipp meine Roman-Bücherliste zum
Thema Frühmittelalter und dem Slawen-Sachsen-Konflikt:

  • Die letzte Priesterin” von Renata Petry – ISBN 3-453-12452-9
    Der Plot des Buches spielt regional in den heutigen Landkreisen Ratzeburg, Ostholstein und Nordwestmecklenburg und zeitlich geht es um die Zeit der beginnenden Christianisierung der Region östlich des Limes Saxoniae und den daraus resultierenden Auseinandersetzung zwischen den Sachsen und Slawen. Protagonistin ist hier eine Slawin aus Ratzeburg.
  • Die Priestertochter” von Titus Müller - ISBN 978-3-7466-2457-0
    Basis der Geschichte ist die Tochter eines slawischen Hohepriesters aus dem alten Rethra während der Wirren der beginnenden Christianisierung und ihre Erlebnisse auf einer Reise. Es geht viel um Politik und Religionsansichten. Sehr gut geschriebener und recherchierter Roman; und in meinen Augen ein Buch aus der Feder von Titus Müller was oft viel zu wenig Beachtung erfährt.
  • Die Chronik eines Mönches” von Sven R. Kantelhardt  - ISBN 978-3-941404-98-4
    Dies Buch ist aus der Sichtweise eines christlichen Mönches geschrieben und führt in die Region zwischen Ratzeburg und dem Schaalsee. Der Basisplot beschreibt die Rettung des Mentors des Mönches aus einer slawischen Burg. Ich fand es wichtig, auch die sächsisch-christliche Seite beleuchtet zu wissen, um die verschiedenen Sichtweisen zu verstehen. Man merkt, das der Autor gelernter Arzt (Neurochirurg u.a. in Lübeck) ist und vieles auch aus dem medizinischen Blickwinkel einfließen lässt.

Noch anzumerken ist, das alle 3 Autoren sehr gut und gründlich recherchiert haben und man als Reenactor die Freiheit des Schriftstellers berücksichtigen muss und nicht 1:1 vieles übernehmen kann. Aber als Ideenlieferanten für weitere sind die oben genannten Bücher sehr gut geeignet.

Montag, 20. August 2012

Lagervorbereitungen [2] - Die Vorbereitungen und die Hitzewelle

Bei dem Wetter mag man sich gar nicht bewegen... aber es hat so seine Vor- und Nachteile...

Vorteil... Ich habe das Tuch meiner Ma gestern morgen gewässert und im Schlafzimmer auf meinem Strohteppich mit Pinnwandnadeln aufgespannt.... Das Ergebnis hat mich umgehauen... ca 2,40m Länge am oberen Ende und der Mittelsteg mit dem Zopfmuster kommt auf gute 1,25m trocken war es heute nacht gegen 3:00 Uhr und draußen waren es ja auch noch ca 28°C und ich bin hier noch rumgetigert, da bei der Wärme an Schlaf nicht zu denken war.

hier das Foto nachdem ich es wieder abgenommen habe und zum Nachmessen in meiner Werkelecke ausgebreitet habe

 

Und da ich die Fotokiste schon einmal in der Hand hatte hier das versprochene Foto vom fertigen Kleid....

Jetzt fehlt für das Kleid nur noch der passende Gürtel... 

Jetzt der Nachteil an der Hitze... auf'm Dachboden rumkrabbeln und die Sachen zusammensuchen ist echt eine schweißtreibende Angelegenheit...

Freitag, 17. August 2012

Endlich wieder unter die mittelalterlichen Marktfahrer gehen - Teil 1 - Lagervorbereitungen

Demnächst ist im Pönitzer Museum im Rahmen des Dorffestes ein kleiner mittelalterlicher Museumsmarkt.
Da ich als ehrenamtliche Unterstützerin schon länger im Museum mitwusel, werde ich Brettchenweben und nadelbinden übernehmen zu demonstrieren und erklären.

Dafür war in der letzten Zeit viel andesartiges Werkeln als nähen nadelbinden oder brettchenweben notwendig.

Ich erzähl' einfach einmal ein bißchen...

Das wichtigste Projekt war mein Oseberg-Zelt aus dem Dornröschenschlaf zu wecken und nach fast 2 Jahren endlich das Holzgestänge mit einer Anti-Pilz-Lasur zu imprägnieren. So eigentlich wollte ich vor Monaten schon mit den Vorbereitungen anfangen, da aber die Gänge zu meinem Bodenraum mit nachbarlichen Gerümpel vollgestellt waren, bekam ich mein Zeltgestänge nicht dort weg .... Vor kurzem hat der Vermieter endlich reagiert und für die Entsorgung des Sperrmülls gesorgt :-) und ich kam wieder an meine Lagerausrüstung ran.

Das nächste Teilprojekt war schon etwas kniffeliger... ich brauchte eine, na ich nenne es einmal so: Lampenhalterung, da ich eine Möglichkeit brauche, mein kleinen Kutscherlampen in einer für mich erreichbarer Höhe aufzuhängen.
(mein Zeltinneres bleibt auch während der Marktöffnungszeiten nicht einsehbar, da ich noch nicht die Ausstattung habe, die für ein "Open Tent" notwendig ist). Ich höre jetzt schon die Fragen... wie hast du denn die Lampenhalterung gebaut... also hier eine kurze Anleitung :-D

Einen Buchenholzstab nehmen, ich hatte eine Länge von 70cm zur Verfügung. Man bohrt dann ca. 5 cm von den Enden ein Loch und schraubt ins Bohrloch einen Rundhaken ein, am geeignesten sind die ganz geschlossenen.
Um alles in einer Ebene hinzubekommen, habe ich den Stab in eine Heimwerker-Werkbank eingespannt. Denn jetzt kommt der nächste Schritt...  Da ich mit einem Dremel arbeite, habe ich nach dem Bohren den Trennscheibenaufsatz eingespannt und für meine 5 Lampen in regelmäßigen Abständen Kerben in den Stab geschnitten, damit die Lampen auch, wenn sie dann im Zelt hängen und einer das Kopf-einziehen vergisst, nicht an der Halterung durcheinanderpurzeln (Action-Fotos nach der Veranstaltung ;-) ) .
Ach ja ... ihr braucht ja noch 2 gleich lange Metallkettenstücke, 4 kleine Karabiener und ein bißchen Band, um dies um die Firststange zu binden.
Also weiter mit der Bastelanleitung. Kommen wir zu den nächsten Schritten...
Ihr zieht die Länge zwischen den beiden Schraubhaken von der Gesamtlänge eurer Firststange ab und plaziert dann die Markierungen z.B. mit einem Bleistift für die Kettenplazierungen auf der Firststange. Ich habe für die Lampenhalterung eine mittige Plazierung gewählt und dort die Bänder locker um die Firststange gebunden, sodass ich dort die beiden Ketten beim Aufbauen des Zeltes gleich einhängen kann. Die Stange mit den Lampen ist dann später ganz leicht, ohne auf eine Leiter klettern zu müssen, einhängbar.
Mein Ziel ist irgenwann, die einfachen Kutscherlampen gegen geeignete Rohhautlampen austauschen zu können.

Da ich meinen Dremel und die Werkbank schon einmal in Gebrauch hatte, habe ich gleich mit ein paar einfachen Naalbindingnadeln weitergewerkelt, die ich auch mit zum Markt nehmen werde.
Denn meine Freundin Alvara hat mich gebeten, eine Kiste mit handgefärbter Wolle , eine Auswahl ihrer Handspindeln und so ein bißchen, wie wir Nordlichter sagen, Tüddelkram aus ihrem Online-Shop mitzunehmen, da sie selbst am Veranstaltungstag verhindert ist.

So und dieses Wochenende wird die 2. Runde Vorbereitungen ein geläutet... Küchenkiste aufrüsten, alles zusammensuchen und anhand der Liste kontrollieren und auch noch eine Shoppingtour um die Vorräte für die Veranstaltung einzukaufen... aber davon nächste Woche mehr...

Mittwoch, 11. Juli 2012

Anleitung: nadelgebundene Mütze mit Zopfloch

Moin Moin...

da das Thema gerade aufkam, werde ich hier einmal die Anleitung zu meiner nadelgebundenen Mütze aufschreiben.

Es ist eine Mütze für lange Haare, die in einem Zopfloch am Hinterkopf zusammengefasst werden.

Oder auch.... ein Basecap ohne Schirm (PS erst einmal lesen dann loslegen ;-) )

Zuerst sollte man nach dem Ausmessen des Kopfumfanges eine kleine Maschenprobe mit dem gewünschten Stich machen. Hier ist zu beachten, das nicht nur die Anfangsreihe sondern man nach meinen Erfahrungswert nach flach mit neuem ansetzen ca 5 Reihen des Arbeitsstichs als Basis einplanen sollte. Meine Erfahrung ergibt sich daraus, das ich mir die maschenprobe gespart hatte und dann mühsam die ersten beiden Reihen auffüllen mußte.

Also weiter gehts...

Nach der Anfangsreihe, diese sollte durch 8 teilbar sein, wird wieder an der linken Anfangsmasche neu angesetzt und mit dem Arbeitsstich gearbeitet... 

Das machen wir bis wir eine Höhe von ca 7,5 cm erreicht haben.

 

So und jetzt wird's spannend ..

Es werden die Maschen nachgezählt, ob wir welche auf dem Weg verloren oder zuviel haben...

Dann beginnen wir die Reihe, bei der die Runde endlich geschlossen wird. jetzt kommts drauf an. .. wenn die Maschenzahl stimmt dann werden 8 Luftmaschen zugenommen bevor wir die Runde dann auf der anderen Seite schließen und normal in der Runde weiterarbeiten.

die normalen Runden werden bis zu einer Gesamthöhe von ca 10 cm gearbeitet.

Und jetzt...

die Qual mit den ganz langen Runden ist um... aber jetzt wird wieder exakt gezählt, denn wir brauchen 8 Segmente mit gleicher Maschenzahl... wer keine Maschenmaker hat behilft sich mit kleinen Sicherheitsnadeln oder plündert seinen Büroklammervorrat ,-)

und los geht's ...

an jeder Markierung wird aus 2 maschen eine gemacht... und es heißt konsequent durchhalten bis zum Schluß nur noch 8 Maschen über sind... jetzt wird jede Masche mit der folgenden zusammengenadelt... die letzen beiden Maschen, also den Endzipfel, ziehen wir durch und nadeln ihn von innen an.. noch mit 2 Stichen vernähen ... und die Mütze ist fertig zur ersten großen Anprobe...

 

So... jetzt haben wir ja noch den ausgefransten Rand um das Zopfloch herum... hier wird noch eine Abschlußreihe angesetzt, die gerne auch einmal ganz rumgehen darf. Ich habe damit die zu schief geratene Anfangsreihe innen eingenadelt.

Nächster Schritt... Die Schließe am unteren Rand...

Eine Möglichkeit ist bei der unteren Schlußrunde gleich eine Schlaufe für einen Knopf mit einzuarbeiten ....

Meine Idee war ein Band mit Fingerloop zu machen und dies dann als Schlaufe zu verwenden...

Als Knopf und als Stopper zum Zuziehen des Bändsels habe ich handgemachte Glasperlen einer guten Freundin zur Verfügung gehabt, da ich die Mütze als Alternative zum Stirnband für meiner Slawengewandung nutze...

Solltet ihr diese Anleitung nacharbeiten, postet bitte eure fotografierten Ergebnisse und Erfahrungen in den Kommentaren meines Blogs

Danke :-)

 

 

 

 

Donnerstag, 5. Juli 2012

Ein Zeltschätzchen darf wieder reisen ...

meine lieben Leser,
heute will ich euch eine Geschichte mit HappyEnd erzählen:
Seit gut 3 Jahren dämmerte ein kleines 3m Rundzelt der Fa.Alex-Zelte im Dornröschenschlaf auf meinem Boden und wartete auf einen Reenactor...
Es wurde inzwischen in meiner Lagerausrüstung von meinem Oseberg-Zelt ersetzt, in dem ich mich wohler fühle....
Aber das kleine Zeltschätzchen gab die Hoffnung nicht auf und wartete weiter und ....
Das Warten hat sich für das kleine Schätzchen gelohnt...
Es geht jetzt per Hermes auf Reise in die Nähe von Marburg zu einem Reenactment-Newie, der es wirklich gebrauchen kann.
Es ist, als ob das kleine Zeltschätzchen auf diesen Moment gewartet hat wieder wach zu werden.
Ich freu mich für den neuen Besitzer, das das Zelt wieder in Gebrauch ist und
jemandem den Einstieg in das schöne Reenactment-Hobby erleichtert.
Heute mittag war unserer Fahrerin von Hermes, wie gestern mit ihr verabredet,
pünklich vor der Türe und ich konnte das Zelt auf die Reise zu seinem neuen Besitzer schicken... hoffen wir das alles heil ankommt.